Menschenrechte

Kantone sollen fair hergestellte Produkte einkaufen

100 Ballone auf dem Bundesplatz

100 Ballone auf dem Bundesplatz

Die Kantone sollen keine Produkte mehr kaufen, die unter Verletzung von Menschenrechten hergestellt wurden. Das verlangen die SP und das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH. 100 Gemeinden sind dem Aufruf bereits gefolgt und haben entsprechende Vorstösse eingereicht.

SP-Präsident Christian Levrat sowie SAH-Präsident und Nationalrat Hans-Jürg Fehr (SP/SH) liessen auf dem Bundesplatz in Bern 100 weisse Ballone steigen. Sie symbolisierten die Gemeinden, die bereits fair einkaufen wollen, wie es in der gemeinsamen Mitteilung von SP und SAH heisst. "Die Schweiz bewegt sich" stand auf den Ballonen.

Mit dem Anlass feierten SP und SAH die ersten Erfolge einer vor 18 Monaten lancierten Kampagne. Deren Ziel ist es, dass die öffentliche Hand ihre Verantwortung wahrnimmt und beim Einkauf von Waren aus Schwellen- und Entwicklungsländer sicherstellt, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen - zum Beispiel ohne Kinder- und Zwangsarbeit - entstanden.

Nur wenige Kantone sind dem Aufruf bis jetzt gefolgt: "Bisher haben uns die Kantone Basel-Land, Basel-Stadt, Bern, Waadt und Uri zugesichert, dass sie in Zukunft fair beschaffen wollen", wird Fehr in der Mitteilung zitiert. Warum die anderen Kantone "auf stur schalten" sei für ihn schleierhaft.

Das soll sich nun ändern. Nachdem der Bundesrat an seiner Sitzung vor einer Woche eine Verordnung erlassen hatte, welche die Forderungen nach einer fairen Beschaffung aufnimmt, "werden unsere Kantonalparteien nun die Kantone nochmals angehen", wird Levrat zitiert.

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