Zuwanderung
Kantone sind nur halbwegs zufrieden mit Erhöhung der Drittstaatenkontingente

Für die Kantone ist die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der Drittstaatenkontingente ein "Schritt in die richtige Richtung". Trotzdem hätten sich einige mehr erwünscht.

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Die Kantone wünschen sich weiterhin mehr Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten. (Symbolbild)

Die Kantone wünschen sich weiterhin mehr Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten. (Symbolbild)

Keystone/GAETAN BALLY

Die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) hatte dem Bundesrat im Rahmen der ordentlichen Anhörung diesen Sommer empfohlen, die Höchstzahlen für Angehörige aus Drittstaaten für 2018 auf total 8500 Einheiten anzuheben, was dem Stand des Jahres 2014 entsprechen würde. Die Regierung hob die Zahl der Kontingente nun auf total 8000 an.

Die VDK wertet den Entscheid "als Schritt in die richtige Richtung", wie sie am Freitag mitteilte. Mit der Erhöhung könne der Nachfrage aus der Wirtschaft besser Rechnung getragen und die Planungssicherheit für Unternehmen und Behörden erhöht werden.

Es sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, er gehe aber zu wenig weit, kritisierte dagegen die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion. Der Wirtschafts- und Forschungsplatz Zürich habe sich eine "etwas stärkere Erhöhung" gewünscht.

Kantone werden bei Knappheit reagieren

Laut der Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) dürften im kommenden Jahr dank der Erhöhung auch "für Unternehmen, Start-ups, Bildungs- und Forschungsinstitute im Kanton wieder mehr Aufenthaltsbewilligungen zur Verfügung stehen". Ob die landesweit leicht höhere Kontingentszahl indes ausreicht, um die hohe Nachfrage nach Fachkräften zu befriedigen, werde sich weisen.

"Sollte es im kommenden Jahr erneut zu einer für den Wirtschaftsstandort Zürich nachteiligen Kontingentsknappheit kommen, wird sich der Kanton beim Bund mit Nachdruck für eine Erhöhung einsetzen", wird Walker Späh in einer Mitteilung vom Freitag zitiert.

Dies hat der Kanton Zürich - gemeinsam mit anderen Kantonen und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband - bereits in diesem Jahr gemacht. Denn die ihm zustehenden Kontingente waren schon Ende März 2017 ausgeschöpft. Dies führe zu einem Standortnachteil für die hier ansässigen Unternehmen und Hochschulen, heisst es in der Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion.