Risikosportarten

Kantonale Gesetze regeln Risikosportarten zur Genüge

Zwei Personen beim Canyoning (Archiv)

Zwei Personen beim Canyoning (Archiv)

Der Bundesrat sieht keinen Anlass, Risikosportarten auf Bundesebene stärker zu regulieren. Sicherheitsstandards und Haftungsfragen bei Sportarten wie Canyoning, River-Rafting oder Bungee-Jumping seien Sache der Kantone und der Selbstregulierung der Branche.

Schon heute müssten die Anbieter von Risikoaktivitäten eine ausreichende Sicherheit garantieren, hält der Bundesrat in einem Schreiben an die Rechtskommission des Nationalrats fest. In den meisten Bergkantonen existierten bereits heute kantonale Gesetze für das Bergführer- und Schneesportwesen.

Auch funktioniere die Selbstregulierung gut. Die 2003 gegründete Stiftung "Safety in adventures" sei schweizweit erfolgreich. So sind gemäss VBS inzwischen 60 Prozent der Risikoaktivitäten zertifiziert.

Der Ruf nach einer Bundesregelung war nach dem schweren Canyoning-Unglück von 1999 im Saxetbach im Berner Oberland laut geworden. Damals starben 21 Menschen in den Wasserfluten.

Der Ruf nach einem Bundesgesetz für Risikosportarten hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im Jahr 2000 reichte der damalige CVP-Nationalrat Jean-Michel China eine parlamentarische Initiative zum Thema ein.

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