Kanton
Kanton will Rauchverbot im ganzen Metro Shop

Im Badener Metro Shop darf nicht mehr geraucht werden. Weder für die Stadt noch die Passanten ist dies nachvollziehbar. Am Freitag werden die Verbotstafeln montiert.

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Rauchen im Metro Shop

Rauchen im Metro Shop

Dominique Künzli/Dieter Minder

Die Passanten im Metro Shop Baden haben ausgeraucht. «Die Verbotstafeln werden am Freitag montiert», sagte Tony Stalder, Liegenschaftenverwalter der Stadt Baden. Die Aschenbecher sollen ausserhalb des Metro Shops aufgestellt werden.

«Wenn mehr als 50 Prozent einer Einkaufsmall offen sind, beurteilen wir diese im Sinne der Vorschriften als offen, dann darf dort geraucht werden», sagt Thomas Stadelmann, Sektionsleiter des kantonalen Lebensmittelinspektorates. Weil der Metro Shop über wenig offene Zugänge verfügt, gilt er als geschlossen und somit als rauchfreie Zone. Daran haben sich auch die Gäste zu halten, die im Café Spettacolo oder im Coop Bistro an Tischen ausserhalb des Gastraumes sitzen. «Wir hätten für den Metro Shop nicht zwingend ein Rauchverbot erlassen», sagte Stalder.

Das Gesetz wird eingehalten

«Wir stehen in Kontakt mit der Kantonspolizei und warten auf Informationen», sagte Desirée Hürzeler, Mitarbeiterin des Café Spettacolo. Sie stellt fest, dass eine grosse Verwirrung besteht: «Wenn die Polizei mitteilt, dass das Rauchen nicht mehr gestattet ist, halten wir uns ohne Wenn und Aber daran.»

Da das Rauchverbot noch neu ist, wird die Stadtpolizei im ersten Monat niemanden anzeigen, sondern die Leute verwarnen. «Es braucht seine Zeit, bis ein Gesetz von der Bevölkerung angenommen wird», sagt der stellvertretende Kommandant Max Romann: «Die Stadtpolizei wird nicht auf Raucherjagd gehen, sondern lediglich Hinweisen von Dritten nachgehen.»

Für Stalder ist noch unklar, was beispielsweise in der Sterk-Unterführung oder der Glas-Unterführung gilt. «Nach Gesetz müssten sie wahrscheinlich auch rauchfrei werden», sagte er.