Frauenzentrale

Kanton kümmert sich nun selbst um die Opferhilfe

Opferhilfe

Opferhilfe

Die Frauenzentrale darf die kantonale Opferhilfestelle nicht mehr führen. Deshalb hat der Kanton jemand anderen gesucht, aber keinen Ersatz gefunden. Nun wird sich die kantonale Verwaltung ab 2011 selbst um die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags kümmern.

Seit 1995 regelte die Frauenzentrale Aargau die kantonale Opferhilfe und damit die Beratung von Opfern von Straftaten. Der Kanton hat der Frauenzentrale die Verträge nach einer Neubeurteilung der Situation auf Ende 2010 gekündigt und den Leistungsvertrag öffentlich ausgeschrieben.

Zwei Angebote trafen beim Departement für Gesundheit und Soziales ein, doch keines wurde den Anforderungen gerecht. Weshalb das Submissionsverfahren abgebrochen wurde.

Da eine Wiederholung des Verfahrens aus inhaltlichen und zeitlichen Gründen nicht möglich ist, soll die Führung der Opferberatung und die Begleitung bei Kindsbefragung auf Anfang 2011 in der Kantonalen Verwaltung neu organisiert werden. Oberstes Ziel ist die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der Opferhilfe.

Die FDP wundert sich über den Entscheid der Regierung

Der Abbruch des Submissionsverfahrens zwei Tage vor Ablauf der Frist, ohne nachvollziehbare Begründung, ist für die FDP nicht haltbar. Die Partei fragt sich, ob die Anforderungen überhaupt realistisch formuliert sind. Die FDP fordert in ihrer Mitteilung die Regierung auf: Auf ihren Entscheid zurückzukommen und entweder aufgrund der eingegangen Offerte zu entscheiden oder dann nochmals eine Submission mit realistischen Anforderungen auszuschreiben (skh)

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