Jurafrage

Kanton Jura möchte keine Abstimmung «en bloc»

Die jurassische Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider tritt vor die Medien (Archiv)

Die jurassische Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider tritt vor die Medien (Archiv)

Die jurassische Kantonsregierung will, dass die Gemeinden im Berner Jura allein entscheiden können, ob sie einem neuen Kanton Jura angehören möchten. Die Berner Regierung indessen möchte 2013 auf regionaler Ebene die gesamte Bevölkerung «en bloc» abstimmen lassen.

Die Mehrheit der Gesamtbevölkerung im Berner Jura war bislang stets für den Verbleib bei Bern. Einzelne Gemeinden indessen favorisierten einen Kantonswechsel.

Daher erstaunt es wenig, dass die Berner Seite die Gesamtbevölkerung befragen will und die jurassische Seite sich wünscht, dass den Gemeinden letztlich die Entscheidkompetenz zukommt.

Die jurassische Regierung wolle keine "Alibi-Abstimmung", sagten Regierungsvertreter am Donnerstag vor den Medien. Sie reagierten damit indirekt auf die Vorschläge, die der bernische Regierungsrat Ende Mai gemacht hatte.

Der Kanton Bern könne es einzelnen Gemeinden nicht verwehren, sich demokratisch für einen Kantonswechsel zu entscheiden, sagte die jurassische Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider am Donnerstag vor dem Medien.

Deshalb brauche es eine zweistufige Volksbefragung: zuerst auf regionaler Ebene und dann auf lokaler und zwar in denjenigen Gemeinden, die das wünschten.

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