Der Bundesrat will gemeinsam mit den Kantonen die Impfanstrengungen nochmals intensivieren.

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Kampf gegen Corona
Die vier wichtigsten Punkte zur Impfoffensive des Bundesrats

Der Bundesrat bläst zur Impfoffensive. Die Kampagne besteht aus vier Teilen, die zunächst den Kantonen zur Konsultation vorgelegt werden.

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Kantone, Gemeinde und Vereine organisieren Info-Veranstaltungen

Mit einer nationalen Impfwoche von Bund und Kantonen will der Bundesrat «den hohen gesamtgesellschaftlichen Nutzen der Impfung betonen». Ziel der Impfwoche sei es, mehr Menschen vom Nutzen einer Impfung zu überzeugen. Es sollen verlässliche Fakten zur Impfung auf verständliche Art und Weise vermittelt werden, etwa zur Wirksamkeit, zur Sicherheit, zu den Nebenwirkungen, zu den gesundheitlichen Risiken einer Infektion oder zu den Impfmöglichkeiten.

Die Überzeugungsarbeit soll an Informationsveranstaltungen geleistet werden. Diese sollen von den Kantonen, Gemeinden und diversen Organisationen wie Kirchen und Sportvereinen organisiert werden.

Ebenfalls geplant ist eine Impfhotline.

170 zusätzliche mobile Impfstellen

Mobile Impfangebote wie das Zürcher Impftram soll es künftig mehr geben.

Mobile Impfangebote wie das Zürcher Impftram soll es künftig mehr geben.

Keystone

Impfbusse sollen die Impfung direkt zu den Leuten bringen – auf den Dorfplatz, an den Arbeitsplatz, auf den Fussballplatz, vor die Universität, zum Einkaufszentrum oder vor die Disco. Sie sollen die Menschen individuell ansprechen und informieren sowie ein niederschwelliges Impfen ermöglichen. Ziel ist, dass zu den bestehenden rund 50 Impfbussen zusätzlich rund 170 Busse und andere mobile Einheiten während mehrerer Wochen in der Schweiz unterwegs sind.

Impf-Skeptiker persönlich kontaktieren

«Der Impfentscheid ist für viele Personen ein längerer Abwägungsprozess», schreibt der Bundesrat in seiner Medienmitteilung vom Freitag. Beratungspersonen sollen gezielt und individuell auf die noch nicht Geimpften zugehen und mit ihnen das Gespräch suchen.

Schweizweit sollen rund 1700 Beratungspersonen die Beratung durch Gesundheitsfachleute ergänzen. Die Beratung soll während mehrerer Wochen angeboten werden. Sie soll per Telefon, über die sozialen Medien oder persönlich vor Ort stattfinden. Wer genau die Beratungspersonen sind, schreibt der Bundesrat nicht.

50-Franken-Gutschein für erfolgreiche Impfberatung

Als vierte Massnahme zählt der Bundesrat auf die finanzielle Überzeugungskraft. Jede und jeder könne mithelfen, einen Freund, Nachbarn, Arbeitskollegen oder ein Familienmitglied vom Nutzen der Impfung zu überzeugen. Diese Mithilfe der Bevölkerung soll belohnt werden. Jede neu geimpfte Person soll eine Person angeben können, die für ihren Impfentscheid wichtig war. Diese Person erhält vom Kanton als Entschädigung für ihre Mithilfe einen Gutschein über 50 Franken per Post zugestellt.

Die Kantone entscheiden individuell, wo der Gutschein eingelöst werden kann, zum Beispiel im Kino oder in einem Restaurant.

Die Kosten der Impfoffensive belaufen sich gemäss Landesregierung auf maximal auf 150 Millionen Franken. Der Bundesrat erachtet dies als nachhaltige Investition, verglichen mit den aktuellen Testkosten von rund 50 Millionen Franken pro Woche. (mwa)

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Margrit Holzhammer

Wenn ich mich impfen lasse – egal um welche Impfung es geht – dann mache ich dies aus Überzeugung, aber garantiert lasse ich mir eine Impfung „nöd ufschnurre“!!! Ebenso wenig lasse ich mich mit dem Lockvogel Geld erpressen, egal wie viele mobile Impfstellen man mir anbietet. Was hier seit einiger Zeit abgeht heisst bei mir Nötigung, freiwilliger Zwang (paradoxe Äusserung!), Erpressung!!!

Marcel Schilling

Lassen Sie sich doch nicht von diesem Druck beeindrucken - wenn Sie sich impfen lassen, dann tun Sie das für sich bzw. zu ihrem Schutz (oder eben nicht)

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