Bei den Zusammenstössen kamen nach Angaben von Rettungsdiensten seit Donnerstag 31 Menschen ums Leben, etwa 230 wurden verletzt. Ganze Strassenzüge im Zentrum der 15-Millionen-Metropole glichen einer Kriegszone.

Zuerst waren die Kämpfe abgeflaut. Darauf verzichteten die Behörden zunächst auf Pläne, eine Ausgangssperre über die von den sogenannten Rothemden besetzten Stadtteile zu verhängen.

Ein Angebot der Regierungsgegner, neue Gespräche unter Vermittlung der UNO zu führen, lehnte die Regierung aber ab: Es handle sich um eine interne Angelegenheit, sagte ein Regierungssprecher. Die Rothemden hatten auch gefordert, die Regierung müsse zunächst ihre Soldaten abziehen.

Derweil stellte die Regierung den Demonstranten ein neues Ultimatum: Abzug bis Montagnachmittag. Was dann geschehen soll, blieb unklar.

Die Lage der Eingekesselten wurde immer schwieriger: Die Regierung hat Wasser und Strom gekappt. Durch den Belagerungsring gelangen kaum Nahrung und Wasser zu den Regierungsgegnern. Auch die Versorgung von Verletzten ist schwierig.

Die Regierung rief in fünf weiteren Provinzen den Notstand aus. Damit haben Sicherheitskräfte weitgehende Befugnisse und Bürgerrechte sind ausgesetzt. So will die Regierung Unruhen ausserhalb Bangkoks im Keim ersticken.

Für Montag und Dienstag kündigte Abhisit zudem zwei arbeitsfreie Tage in Bangkok an. Die Schulen blieben geschlossen, der öffentliche Verkehr soll stillgelegt werden.