Pakistan

Kämpfe im pakistanischen Swat-Tal nach Dreiergipfel

Soldaten gehen gegen Taliban vor

Soldaten gehen gegen Taliban vor

Nach dem Gipfel zwischen den USA, Afghanistan und Pakistan in Washington geht die Armee im Norden Pakistans mit Luftangriffen und Bodentruppen gegen die Taliban vor. Im Distrikt Swat flogen Kampfflugzeuge Bombenangriffe auf Stellungen der Taliban.

Anschliessend hätten Helikopter die Aufständischen mit Raketen beschossen, verlautete aus der Armee. Bodentruppen rückten gegen die Stellungen der Taliban in den Bergen vor. Angaben zur Zahl der Toten lägen nicht vor.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte, die humanitäre Krise im nordpakistanischen Kampfgebiet verschlimmere sich.

Bis zu 500 000 Pakistaner seien wegen des Konflikts auf der Flucht. Das IKRK bemühe sich zusammen mit dem Pakistanischen Roten Kreuz, etwa 120 000 Vertriebenen mit dem Nötigsten zu versorgen.

In Afghanistan kam es bei Protesten nach dem Tod Dutzender Zivilisten bei US-Luftangriffen zu Ausschreitungen mit Verletzten. In der westafghanischen Provinz Farah protestierten hunderte wütende Menschen gegen die US-Truppen und die Regierung in Kabul.

Der Parlamentsabgeordnete Mohammad Musa Nasrat aus Farah kritisierte die "barbarische Tat der amerikanischen Truppen". Nach Angaben von Nasrat und dem Parlamentarier Obaidullah Hilali waren bei US-Luftangriffen in Farah am Montag mehr als 100 Zivilisten getötet worden.

US-Präsident Barack Obama sagte angesichts des jüngsten Zwischenfalls mehr Schutz für die Zivilbevölkerung zu. "Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer zu vermeiden", betonte er nach dem Treffen mit den Präsidenten aus Afghanistan und Pakistan, Hamid Karsai und Asif Ali Zardari.

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