Rechtshilfe
Kachelmann-Prozess kommt nach Zürich

Im Prozess um Jörg Kachelmann werden die Richter in die Schweiz reisen, um eine Zeugin zu vernehmen. Sie soll belastende Aussagen gegen den Wettermoderator machen können.

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Jörg Kachelmann hat 22 Verhandlungstage hinter sich. Noch warten 17 Tage vor Gericht auf ihn.

Jörg Kachelmann hat 22 Verhandlungstage hinter sich. Noch warten 17 Tage vor Gericht auf ihn.

Keystone

Die deutsche Justiz ersucht den Kanton Zürich im Vergewaltigungsfall Kachelmann um Rechtshilfe.

Bereits im Dezember berichtete das Magazin «Focus» über eine mögliche Dienstreise des Mannheimer Gerichts im Fall Jörg Kachelmann in die Schweiz. So tauchte bei der Auswertung von Kachelmanns Handy eine Konversation mit einer Zürcherin auf.

Diese, so soll daraus hervorgehen, habe Kachelmann während eines Geschlechtsakts vor einem Jahr wie verwandelt erlebt - zwei Wochen vor der Vergewaltigung, die von Kachelmann bestritten wird. Er sei plötzlich brutal geworden, soll sie gemäss dem «Tages-Anzeiger» gesagt haben.

Die Schweizerin weigert sich aber, für eine Vernehmung nach Mannheim zu reisen. Wie der «Tages-Anzeiger» heute berichtet, hat nun das Mannheimer Landgericht in einem Vorgespräch mit Marcel Strassburger, dem Stellvertretenden Leitenden Staatsanwalt des Kantons Zürich abgeklärt, ob allenfalls eine Videoeinvernehmung von Zeugen durch die Zürcher Behörden nach Mannheim übertragen werden könne.