Die Wahl sei eine Bestätigung für seinen Kurs, für den er auch kritisiert worden sei, sagte Wermuth auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Am Samstag hatte er an der Delegiertenversammlung der JungsozialistInnen (JUSO) in Solothurn Kritik einstecken müssen.

Die Delegierten beschlossen einstimmig, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die die Kommunikation der JUSO unter die Lupe nehmen soll. Ein Antrag, die Parteileitung abzusetzen, scheiterte jedoch deutlich.

Wermuth hatte schon für verschiedene Parlamente kandidiert. Im März verpasste er den Sprung in den Aargauer Grossen Rat. Zuvor war er ohne Erfolg bei Nationalratswahlen angetreten.

In Baden war der JUSO-Präsident auch für eine Besetzungsaktion in zwei stillgelegten Hotels im Januar 2009 in die Kritik geraten. Die JUSO Aargau hatte dort eine illegale Party gefeiert. Nach der Aktion kam es in den Hotels "Bären" und "Verenahof" zu Vandalenakten.

Die Eigentümerin der Hotels, die Verenahof AG, hatte Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Betreffend dieser Verfahren haben weder er noch sein Anwalt etwas gehört, sagte Wermuth. Nach der Kritik an der Aktion sei seine Wahl in Baden eine Genugtuung, betonte er.