Juso
Jungsozialisten wollen Pornos im Klassenzimmer

Das Internet und Pornos vermitteln den Jugendlichen ein falsches Bild von Sexualität. Das will die Juso jetzt ändern - mit einem ungewöhnlichen Vorschlag.

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Die Juso unter der Führung von Cédric Wermuth hat eine Idee: Sie will erreichen, dass Jugendliche künftig im Sexualkundeunterricht Pornos sehen dürfen.

Derzeit arbeiten die Jungsozialisten laut «20 Minuten» an einem Positionspapier, indem sie «einen neuen Umgang mit dem Thema Pornografie» fordern. Dazu gehört auch, dass bereits 10- bis 12-Jährige im Sexualkundeunterricht Pornos schauen sollen. Damit nicht genug: Die Jugendlichen sollen nicht Softpornos sehen sondern diejenigen Filme, welche die Kinder auch tatsächlich auf ihren Handys auf dem Pausenplatz konsumieren.

Ziel der Idee: So sollen die Kinder zwischen Realität und Fiktion unterscheiden lernen. «Sonst glauben Buben, sie müssten den grössten Penis haben, und Mädchen, sie müssten immer verfügbar sein.»

Unterstützung bekommen die Jungsozialisten von der Co-Präsidentin der SP-Frauen: «Indem man Pornografie thematisiert statt tabuisiert, verliert sie bei Kindern an Attraktivität,» Julia Gerber-Rüegg.