Jugendarbeitslosigkeit

Jungparteien besprechen mit Doris Leuthard Jugendarbeitslosigkeit

Lieber ein Praktikum als aufs RAV

Lieber ein Praktikum als aufs RAV

Die Jungparteien befürchten, dass die Rezession unter den Jugendlichen eine «Generation Praktikum» mit unsicheren, schlecht bezahlten Jobs hervorbringt. Sie haben sich deshalb zu einer Aussprache mit Bundesrätin Doris Leuthard getroffen.

Viele Lehrabgängerinnen und -abgänger, die eine Stelle suchten, würden in den nächsten Monaten ein Praktikum antreten, teilten die JUSO, die JFDP, die JCVP, die JSVP, die Jungen Grünen und die Junge EVP in einem gemeinsamen Communiqué mit.

Als kurzfristige Überbrückungslösung befürworten die Jungparteien Praktika. Sie befürchten jedoch, dass die Wirtschaftskrise eine eigentliche "Generation Praktikum" hervorbringt, wenn die Politik nicht Vorkehrungen trifft.

Der Begriff der "Generation Praktikum" stammt aus einem Artikel des deutschen Journalisten Matthias Stolz aus dem Jahr 2005. Gemeint ist damit etwa, dass junge Akademiker potenzielle Lücken im Lebenslauf überbrücken, indem sie eine Praktikantenstelle nach der anderen annehmen.

Auch wird damit das Phänomen umschrieben, dass Unternehmen hochqualifizierte Praktikanten missbrauchen. Sie tun dies, indem sie sie unter- oder sogar unbezahlt beschäftigen, ohne sie regulär anzustellen.

Von Leuthard wollten die Jungparteien wissen, wie der Bundesrat solche Missbräuche verhindern will. Um Jugendlichen in der Krise den Berufseinstieg zu erleichtern, schlagen die Jungparteien ausserdem die Schaffung eines nationalen Netzes von Übungsfirmen vor. Denn oft fehle es Lehrabgängern einerseits an Erfahrung, während andererseits kein Geld für Weiterbildungen vorhanden sei.

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