Suisa
Jungfreisinnige und Piratenpartei lancieren Angriff auf iPod-Gebühr

Die Jungfreisinnigen und die Piratenpartei starten eine Petition gegen den «Abgabeterror». Schützenhilfe leistet der Gewerbeverband.

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Keystone

Dies berichtet die «NZZ am Sonntag». Von einer «staatlich geförderten Mafiabande», von «modernem Raubrittertum» ist in einschlägigen Internetforen zuweilen die Rede, wenn es um die Verwertungsgesellschaft Suisa geht. Diese treibt zugunsten von Musikern Gebühren für leere Datenträger wie CD-Rohlinge, MP3-Player und iPods ein. Die Abgabe auf Leerdatenträger gehöre abgeschafft, finden nun die Piratenpartei und die Jungfreisinnigen Schweiz.

Gemeinsam sammeln sie ab Sonntag auf www.abgabeterror.ch Unterschriften für eine Petition zuhanden der Bundesversammlung. Unterstützung erhalten die Jungpolitiker von freisinnigen Parlamentariern wie den Nationalräten Ruedi Noser (ZH) und Christian Wasserfallen (BE) sowie Ständerat Raphaël Comte (NE). Noser betont jedoch, dass er den Künstlern nicht das Recht auf eine Entschädigung für Privat-Kopien abspreche. Man müsse aber über ein alternatives Abgeltungsmodell nachdenken. Auch dem Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, Hans-Ulrich Bigler, sind die Suisa-Gebühren ein Dorn im Auge. Eine Petition geht ihm jedoch nicht weit genug. «Wir werden uns mit einer Motion zum Thema im Parlament einbringen», sagt Bigler.

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