Man habe es in vielen der 26 Bezirksgemeinden verpasst, Schulden abzubauen. Die Jungfreisinnigen weisen darauf hin, dass in den nächsten Jahren aufgrund der schlechten Wirtschaftslage mit einem Schuldenanstieg zu rechnen sei. Sie lehnen neue Defizite ab, welche die junge Generation zurückbezahlen muss. «Rechnungsüberschüsse müssen ausnahmslos zum Schuldenabbau genutzt werden», fordern die Jungfreisinnigen des Bezirks in einem Communiqué.

Zudem wird den finanz- bzw. strukturschwachen Gemeinden und ihren Nachbarn empfohlen, sich ernsthaft mit einer möglichen Fusion auseinanderzusetzen. Strukturelle Defizite und die damit einhergehende Schuldenlast seien unsozial. Diese müssen früher oder später durch höhere Steuern abgebaut werden.

Die Jungfreisinnigen haben jedoch nicht alle Faktoren berücksichtigt: Viele Gemeinden haben zu sehr günstigen Konditionen intern Darlehen aufgenommen (Ortsbürgergemeinde, Gemeindewerke), dass sie finanzielle Mittel besser für neue Investitionen als für Schuldenabbau verwenden. Es gibt Gemeinden, die aus finanztechnischen Gründen Reserven oder Eigenkapital nicht anzapfen und Schulden mittelfristig stehen lassen oder sie nehmen eine vorübergehende Mehrverschuldung in Kauf. (rr)