Alkoholkonsum

Jugendliche haben genug Geld für Alkohol

Fast 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer trinken sich mindestens einmal monatlich in den Rausch. Zu diesem Schluss kommt das Suchtmonitoring Schweiz aus dem Jahr 2011.

In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen tranken fast 40 Prozent der Befragten vier oder mehr Gläser (Frauen) respektive fünf oder mehr Gläser (Männer) Alkohol. Trotz geringerem Gesamtkonsum gaben auch beachtliche 26 Prozent der 15- bis 19-Jährigen an, mindestens einmal monatlich zum Rauschtrinker zu werden.

Ab einem Alter von 20 bis 24 Jahren geht die Häufigkeit des Rauschtrinkens stetig zurück, heisst es in der Studie weiter. In eine noch jüngere Altersklasse geht die Studie «European School Survey Project on Alcohol and other Drugs» (Espad): Europaweit haben 2007 gut 14 Prozent der 13-Jährigen fünf oder mehr Gläser Alkohol in den 30 Tagen zuvor getrunken.

Jugendliche trinken oft im Freien

Im Jahr 2009 führte das Link Institut im Auftrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) die «Studie zum Alkoholkonsum der 16- bis 34-Jährigen» durch. Damals gaben
67 Prozent der Befragten an, ihren Alkohol in Supermärkten oder Warenhäusern zu kaufen.

Für die 16- bis 19-Jährigen, die jüngste der in dieser Studie untersuchten Altersklassen, stellen die Tankstellen und Bahnhöfe einen wichtigen Ort für die Alkoholbeschaffung dar. Gemäss Link-Studie nimmt dieser Trend allerdings ab dem 25. Lebensjahr ab.

In derselben Studie gaben 62 Prozent der 16- bis 19-Jährigen an, im Monat vorher mindestens ein Mal in Parks oder auf offener Strasse Alkohol konsumiert zu haben.

Bezugsquellen wie Tankstellen- und Bahnhofshops begünstigen das Trinken im Freien. Vom Verkauf über die Gasse einmal abgesehen. Bei den 30- bis 34-Jährigen sind es nur noch 25 Prozent, die im Freien Alkohol trinken.

Die Kaufkraft der untersuchten Altersklassen sei zudem sehr hoch, heisst es in der Link-Studie weiter. Entsprechend könne nur eine deutliche Preiserhöhung auf alkoholische Getränke den Konsum beeinflussen.

Diese Folgerung steht jedoch im Widerspruch zu anderen internationalen Studien, die unter anderem aufzeigen, dass bereits eine geringe Preiserhöhung einen Einfluss auf den Konsum hat.

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