Jugendgewalt: Die nackten Zahlen

Ihre Gewaltbereitschaft ist deutlich angestiegen: Schweizer Jugendliche. was sind die Ursachen?

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Ihre Gewaltbereitschaft ist deutlich angestiegen: Schweizer Jugendliche. was sind die Ursachen?

Noch unter der Ägide des ehemaligen Vorstehers des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), Christoph Blocher, hat das Phänomen Jugendgewalt im Jahr 2007 untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht zusammengefasst. Hier ein Auszug.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik hat von 1999 bis 2006 die Anzahl der wegen bestimmter Gewaltdelikte ermittelten minderjährigen Täter kontinuierlich und markant zugenommen (Körperverletzung: Zunahme von 760 auf 1525; Drohung: Zunahme von 405 auf 869). Auch die Anzahl der Jugendstrafurteile wegen Gewaltdelikten hat im gleichen Zeitraum von 1241 auf 2268 Verurteilungen massiv zugenommen (einfache Körperverletzung: Zunahme von 288 auf 638; Drohung: Zunahme von 148 auf 317).

Die Ursachen der Jugendgewalt sind vielfältig; zahlreiche Faktoren erhöhen das Risiko von Gewaltausbrüchen. Dazu gehören die mangelnde elterliche Aufsicht, ein inkonsequenter Erziehungsstil, schulische Probleme, die Zugehörigkeit zu einer gewalttätigen Clique, soziale Benachteilung, der kulturelle Hintergrund oder die ungenügende Integration ausländischer Jugendlicher. Noch nicht abschliessend geklärt ist der Einfluss von Gewalt- und Pornovideos auf das Gewaltverhalten Jugendlicher.

(Quelle: Medienmitteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes vom 29.6.2007)

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