SBB

Jürg Schmid: «Im Nachhinein schlauer»

Jürg Schmid nimmt bei SBB nach nur zehn Tagen den Hut und kehrt wieder als Direktor zu Schweiz Tourismus zurück. Nun spricht er über seine Job-Kapriolen.

Herr Schmid, was ist passiert? Sie haben Ihren Job als Leiter Personenverkehr bei der SBB nach gut zwei Monaten wieder verlassen.

Jürg Schmid: Ich habe nach der Einarbeitungsphase eine Standortbestimmung gemacht und gemerkt, dass der Job nicht meinen Vorstellungen, meinen Erwartungen und meiner Leidenschaft entspricht. Da musste ich rasch und konsequent handeln und zurücktreten.

Aber Sie wussten doch, welchen Job Sie bei der SBB antreffen.

Schmid: Ja, ich habe die Aufgabe profund geprüft und meine Erwartungen sind nicht eingetroffen. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer.

War der Zeitpunkt für einen Rückzieher nicht ein bisschen spät?

Schmid: Nein, nach der Einarbeitungszeit habe ich analysiert und konsequent gehandelt.

Schmälert das nicht Ihre Chancen auf zukünftige hochkarätige Jobs?

Schmid: Ich denke gar nicht an zukünftige Jobs, sondern freue mich, die Aufgabe bei Schweiz Tourismus langfristig zum Wohle des Ferienlandes Schweiz anzugehen. Konsequentes Handeln ist eher Chancenstärkung als -schwächung.

Gab es Probleme mit der SBB-Führung?

Schmid: Nein.

Ihr rascher Abgang bei den SBB ist eine Sache, die andere ist Ihre Rückkehr zu Schweiz Tourismus. Das ist doch sehr unüblich.

Schmid: Ja, das ist es. Aber ich denke nicht in Prinzipien, sondern in Chancen. Ich freue mich, meine Kräfte wieder langfristig im Tourismus einzusetzen.

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