Coronakrise
Journalisten fordern sofortige Staatshilfe für Medienunternehmen

Weil viele Zeitungen, Radios und Fernsehsender wegen Corona unter einem Inserateeinbruch leiden, soll der Bund ihnen unter die Arme greifen. Dies fordern acht Journalistenorganisationen.

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Der Bund soll den Verlegern das Abo beim Nachrichtendienst Keystone-SDA bezahlen, fordern Journalistenverbände.

Der Bund soll den Verlegern das Abo beim Nachrichtendienst Keystone-SDA bezahlen, fordern Journalistenverbände.

Keystone

(wap) Die Post soll Zeitungen und Zeitschriften kostenlos zustellen, der Bund soll den Medienunternehmen die Kosten für die Abonnements bei der privaten Nachrichtenagentur Keystone-SDA bezahlen, dazu soll der Bund einen Fonds von 100 Millionen Franken für die Finanzierung von Recherchen bereitstellen und 34,2 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe an Radios und TV-Stationen sowie die «audiovisuelle Produktion» verteilen. Dies fordern die Mediengewerkschaft Syndicom, die Journalistengewerkschaft Impressum und weitere Journalisten-Organisationen.

Die Vorschläge wurden am Mittwoch den nationalrätlichen und ständerätlichen Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen unterbreitet, wie Syndicom am Donnerstag bekanntgab. Die Organisationen begründen ihre Forderung mit der schwierigen finanziellen Situation vieler Medienunternehmen. Wegen Corona-bedingter Umsatzrückgänge stünden viele Medienunternehmen am Rande des Konkurses. Die journalistische Information der Bevölkerung sei jedoch ein wichtiges öffentliches Interesse.