Killwangen
Jetzt wird wieder geplant

Braucht Killwangen weitere Schulräume? Darüber gingen die Meinungen an der Gemeindeversammlung auseinander.

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Schule Killwangen

Schule Killwangen

Aargauer Zeitung

Dieter Minder

Ausführlich begründete Gemeinderat Walter Hubmann den Projektierungskredit für die Schulanlagen. Er wies auf die steigenden Einwohnerzahlen hin, bis 2020 werden in Killwangen rund 2200 Personen wohnen: «Hoffentlich mit Kindern.» Die sehr baufälligen Kindergärten und die Konsequenzen aus dem von den Stimmbürgern genehmigten Harmonisierungsprojekt (Harmos) bedingen neue Schulräume.

«Nachdem nun 10 Kantone Harmos beigetreten sind, muss der Bund diese durchführen.» Harmos bringt unter anderem das 6. Schuljahr der Primarschule und Tagesstrukturen. In seinen Abklärungen errechnete der Gemeinderat einen Bedarf von 6 neuen Schul- und 3 Gruppenräumen. Heute besitzt die Gemeinde 5 Schulräume und 2 veraltete Kindergärten.

Beschlüsse

Stimmberechtigte 1104
Anwesend 96
Quorum, 20% 221
Die Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.

- Rechenschaftsbericht 2008: Angenommen;
- Rechnung 2008: Angenommen;
- Kreditabrechnungen, Sanierung Schulhaus Zelgli, Werkleitungen Sonnenbergstrasse-Bollackerweg, Werkleitungen Zelgliweg, Trafostationen Hasel und Bahnhof, Werkleitungen Rütenenstrasse, Kabelersatz Imblech-Limmat, Netzanpassung Brühlmatten: Angenommen;
- Einbürgerungen: Fabrizio Carmelo Giamboi, Halil Radic: Angenommen. Diese Beschlüsse sind definitiv;
- Wasserleitung Rütihaldenstrasse/Reservoir, Baukredit 150 000 Franken: Angenommen;
- Finanzierung Erschliessungsanlagen, Reglement: Angenommen;
- Elektrische Energie, Reglement: Angenommen;
- Schule, Kredit 260 000 Franken:
75 Ja, 5 Nein, 16 Enthaltungen.

In den 6 neuen Räumen sind die Kindergärten enthalten. Hubmann zeigte, dass die Zahl der Kindergärtler noch leicht sinken, aber ab 2011 bis 2014 auf 44 ansteigen dürfte. Aus der mutmasslichen Bausumme von 4,9 Millionen resultiert ein Projektierungskredit von 260 000 Franken. «Diese Summe wird anhand der SIA-Norm berechnet», sagte Hubmann.

Spreitenbach hat keinen Platz

Auf die Anregung aus der Versammlung beteuerte Gemeindeammann Cornelia Biasca: «Ein Wettbewerb wäre teurer und wir brauchten trotzdem noch eine Detailplanung.» Die Projektierungsarbeiten wird die Gemeinde mit einer Submission vergeben. Ein Teilnehmer regte an, mit Spreitenbach zusammenzuarbeiten: «Ich will keine Fusion, aber könnten wir nicht das Schulhaus Hasel in Spreitenbach mitnutzen? Es muss auch saniert werden.»

Der Gemeinderat habe das Thema vor drei Jahren mit Spreitenbach diskutiert, sagte Biasca: «Sie haben im Hasel zu wenig Platz, deshalb müssen wir allein weiterplanen.» Rainer Carspecken, Vizepräsident der Schulpflege, sagte: «Wir brauchen mehr Schulraum, auch wenn das Bildungskleeblatt abgelehnt wurde.»

Voraussichtlich im kommenden Jahr werden die Stimmberechtigten über den Baukredit entscheiden. Die Schulraumergänzung wird rund 4,9 Millionen Franken kosten.

Bitte Deutsch lernen

«Ich fordere Sie auf, mit Ihrer Frau Deutsch zu lernen», sagte ein Versammlungsteilnehmer bei der Einbürgerung von Halil Radic. Dessen Frau war vom Verfahren ausgeschlossen, weil sie zu wenig gut Deutsch spricht. Nachdem ihm die Versammlung das Bürgerrecht zugesagt hatte, versicherte Radic in seinen Dankesworten, sich dafür einzusetzen.

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