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Jetzt kommt die Retourkutsche - von der SVP

Die Posse um Barbara Banga und den Verein Kinderbilderbuchtage ist um ein Kapitel reicher. Die Grenchner SVP holt zum Gegenschlag aus.

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Boris Banga über Islamismus und Burkas Thema

Boris Banga über Islamismus und Burkas Thema

In einer Medienmitteilung von gestern empfiehlt die SVP Grenchen dem Stadtpräsidenten der Uhrenstadt und «seiner First Lady», die Gründung einer eigenen Zeitung, wo nur noch abgesegnete oder vorgeschriebene Berichte abgedruckt würden.

Zum Schluss des Schreibens folgt dann quasi die Rücktrittsforderung: «Vielleicht ist es aber einfach an der Zeit, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, wenn man andere Meinungen weder dulden noch ertragen kann». Markige Worte aus der Feder von Richard Aschberger, Präsident der Grenchner SVP.

Was steckt hinter dieser neuerlichen Attacke auf das Stadtpräsidenten-Paar? Auslöser ist der aufgelöste Verein Kinderbilderbuchtage. Dessen Präsidentin, Barbara Banga, ist in diesem Zusammenhang auf dem Internetportal grenchen.net kritisiert worden. Die Rede war von «fehlender Sozialkompetenz» und «systematisch vergraulten Vorstandsmitgliedern».

Solche Vorwürfe mochte Barbara Banga nicht auf sich sitzen lassen. «Es tut mir in der Seele weh, wenn ich Sachen lese, die nicht stimmen», äusserte sich Barbara Banga zu den publizierten Vorwürfen. Über einen Anwalt wurde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Bangas bereits Strafanzeige gegen grenchen.net eingereicht hätten. Sodann wurde im Anwalts-Communiqué bezweifelt, dass die Vereinsauflösung überhaupt rechtmässig vonstatten gegangen sei. Die Kontrahentinnen wurden zudem als «Splittergruppe« bezeichnet, die dabei gescheitert sei, die Idee der Kinderbilderbuchtage mit «unlauteren Mitteln an sich zu reissen». (RRG)