Lebenserwartung

Jedes vierte heute geborene Mädchen könnte 100 Jahre alt werden

Die Lebenserwartung in der Schweiz steigt weiter - die der Männer etwas stärker als die der Frauen. (Archivbild)

Die Lebenserwartung in der Schweiz steigt weiter - die der Männer etwas stärker als die der Frauen. (Archivbild)

Die Lebenserwartung in der Schweiz steigt weiter. Im Jahr 2017 geborene Knaben dürften durchschnittlich 81,4 Jahre alt werden, Mädchen 85,4. Jedes vierte Mädchen mit Jahrgang 2017 darf sogar damit rechnen, dereinst hundert Geburtstagskerzen ausblasen zu können.

Aber die Männer holen ihren Rückstand bei der Lebenserwartung langsam auf. Diejenigen mit Jahrgang 1997 hatten zur Zeit ihrer Geburt eine Lebenserwartung von 76,3 Jahren, 5,8 Jahre weniger als im gleichen Jahr geborene Frauen.

Zehn Jahre später geborene Knaben durften im Schnitt mit 79,4 Lebensjahren rechnen, 4,8 Jahre weniger als Frauen mit demselben Jahrgang. Und bei den 2017 Geborenen wird die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern nur noch um vier Jahre differieren.

Neues Modell, noch höheres Alter

Zwischen 1876 und 1917 stieg die Lebenserwartung um gut 20 Jahre, bei Männern von 43 auf 63, bei den Frauen von 47 auf 70 Jahre. Diese Zunahme beruhe grösstenteils auf einer Abnahme der Säuglingssterblichkeit und der in allen Altersklassen rückläufigen Todesfälle infolge von Infektionskrankheiten, schreibt das Bundesamt für Statistik (BSF) in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Zunahme der Lebenserwartung zwischen den Generationen 1917 und 1967 sei dagegen auf den Rückgang der Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere im hohen Alter, zurückzuführen. "Sollte sich die Entwicklung der Sterblichkeit in dieser Weise fortsetzen, werden Männer und Frauen mit Geburtsjahr 2017 gemäss Modell durchschnittlich 91 beziehungsweise 94 Jahre alt."

Die Zahlen basieren auf einem speziell für die Schweiz angefertigten Modell, das neue Kohortensterbetafeln für die Generationen berechnet, die zwischen 1876 und 2030 geboren wurden beziehungsweise werden. Sie sind am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert worden.

100. Geburtstag keine Seltenheit mehr

Der 100. Geburtstag verliert von Generation zu Generation an Exklusivität. Von den 1917 Geborenen erreichten nur 0,4 Prozent der Männer und 1,7 Prozent der Frauen dieses Alter. Bei der Generation 1967 wird der Anteil geschätzte 4 relativ 11 Prozent betragen. Und von den Babys mit Jahrgang 2017 werden voraussichtlich 15 Prozent der Knaben und 26 Prozent der Mädchen im Jahr 2117 einen sehr, sehr runden Geburtstag feiern dürfen.

Das BFS hält fest, dass die durchschnittliche Lebensdauer ein Kohortenmass ist, das für einen ganzen Geburtsjahrgang berechnet wird. Sie stellt das durchschnittliche Alter dar, in dem alle Angehörigen eines einzigen Geburtsjahrgangs sterben. Sie ist damit nicht mit der durchschnittlichen Lebenserwartung identisch, welche sich jeweils auf ein einzelnes Kalenderjahr bezieht.

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