Auf die Frage nach dem vermuteten Anteil Steuerschummler schätzten die Befragten durchschnittliche 27 Prozent. Sie nehmen demnach an, dass jeder vierte die Steuererklärung mit unwahren oder unvollständigen Angaben ausfüllt. In der Deutschschweiz wurden gar durchschnittlich 30 Prozent geschätzt, in der französischen Schweiz dagegen nur 21 Prozent.

60 Prozent der Befragten finden das schlimm. 30 Prozent urteilen situationsabhängig - es "kommt drauf an". Nur 8 Prozent nehmen die Schwindelei auf die leichte Schulter, wie es in einer Mitteilung von gfs-zürich heisst.

Zwar zeigte sich: Je jünger, desto weniger schlimm finden es die Befragten, wenn die Steuererklärung nicht ehrlich ausgefüllt wird. Aber auch unter den 18-39-Jährigen bezeichneten es noch immer eine Mehrheit von 51 Prozent als schlimm. Für 40 Prozent kommt es "drauf an".

Reiche wollen nicht mehr Steuerkommissäre

In verschiedenen Kantonen wird über eine Erhöhung der Anzahl Steuerkommissäre diskutiert, um so mehr Steuersünder zu ertappen. Hier sind sich die Befragten nun gar nicht einig: Rund 46 Prozent sprachen sich dafür oder eher dafür aus, etwa gleich viel, 47 Prozent, waren dagegen oder eher dagegen. 6 Prozent konnten sich nicht entscheiden.

Bei dieser Frage hängt die Einstellung direkt mit dem Einkommen zusammen: Personen mit einem Haushalteinkommen von mehr als 12'000 Franken pro Monat lehnen zusätzliche Steuerkommissäre deutlich ab: 57 Prozent sagen Nein oder eher Nein. Es ist die Bevölkerungsgruppe, die bei schärferen Kontrollen am meisten zu verlieren hätte, wie das gfs-zürich schreibt.

Unterschiede gibt es auch je nach Geschlecht, Alter und Bildung: Frauen und ältere Menschen möchten eher mehr Steuerkommissäre, Männer, Jüngere und besser Gebildete sind mehrheitlich dagegen.