Migrationsbericht 2009

Jede vierte erwerbstätige Person in der Schweiz ist vom Ausland

Migrantin arbeitet in einer Buchdruckerei (Archiv)

Migrantin arbeitet in einer Buchdruckerei (Archiv)

1,68 Millionen Ausländer leben ständig in der Schweiz, das entspricht 21,6 Prozent der Wohnbevölkerung. Davon stammt eine Million aus EU- und EFTA-Staaten. Jede vierte erwerbstätige Person in der Schweiz hat einen ausländischen Pass.

Diese Zahlen finden sich im Migrationsbericht 2009, der vom Bundesamt für Migration veröffentlicht wurde. In den 1,68 Millionen nicht inbegriffen sind rund 27'000 ausländische Funktionäre, 48'000 Kurzaufenthalter und 40'000 Personen im Asylprozess.

Laut dem Bericht sind 2009 90'215 Personen aus den EU/EFTA-Staaten in die Schweiz eingewandert. 2008 waren es 113'135.

44'948 Personen erhielten letztes Jahr die schweizerische Staatsbürgerschaft. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren nur wenig geändert.

16'005 Personen haben in der Schweiz letztes Jahr ein Asylgesuch gestellt - 3,6 Prozent weniger als 2008. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Nigeria, Eritrea, Sri Lanka, der Irak, Somalia, Afghanistan, Kosovo, Georgien, Serbien und die Türkei. Die Anerkennungsquote der Asylgesuche lag 2009 bei 16,3 Prozent.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind insgesamt etwa zwei Millionen Menschen in die Schweiz eingewandert oder leben hier als Nachkommen von zugewanderten Personen.

Mit über 21 Prozent weist die Schweiz innerhalb Europas einen der höchsten Ausländeranteile an der Gesamtbevölkerung auf. Die Migration trägt stärker zum Bevölkerungswachstum der Schweiz bei, als dies in den klassischen Einwanderungsländern USA, Kanada und Australien der Fall ist, stellt der Bericht fest.

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