Konsumentenschutz

Je höher die Krankenkassenprämien desto tiefer die Sorgenfalten

Krankenkassen-Prämien werden von Herr und Frau Schweizer nicht gerne bezahlt (Symbolbild)

Krankenkassen-Prämien werden von Herr und Frau Schweizer nicht gerne bezahlt (Symbolbild)

Die Konsumentensorge Nummer eins sind und bleiben die Krankenkassenprämien. Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Konsumentenforums (kf). Schon seit 2005 steht der Prämienanstieg jeweils zuoberst auf der Sorgenskala.

Damit zeigt sich im Mehrjahresvergleich, dass der Konsumentenunmut genauso kontinuierlich wie die Gesundheitskosten und die Prämien ansteigt, teilte das Konsumentenforum bei der Medienkonferenz zum Auftakt seines Jubiläumsjahrs zum 50-jährigen Bestehen mit.

Der Prämienanstieg wurde in einer sechsstufigen Skala mit einer knappen Fünf bewertet. Darin manifestiere sich auch der Unmut über die Unfähigkeit der Politik, die Kostenspirale zu stoppen, schlussfolgert das kf. Auf der Skala steht die Sechs für "sehr besorgniserregend".

Auf Rang zwei der Sorgen-Liste landeten jugendlicher Alkoholmissbrauch und Jugendgewalt mit einem Wert von 4,8 - nicht zuletzt wegen des Münchner Prozesses gegen drei prügelnde Berufsschüler aus Zürich.

«Keine Werbung» wird missachtet

Platz drei und vier belegten die Problemkreise aggressive Werbung und dubiose Geschäftspraktiken im Intenet. Kf-Geschäftsführerin Muriel Uebelhart sagte vor den Medien, der "Keine Werbung"-Kleber am Briefkasten werde weiterhin dauernd missachtet. Dass dies ärgere, zeigten auch viele Anrufe an den Beratungstelefonen.

Das breite Mittelfeld in der Befragung nahmen mit Benotungen von 4 Überschuldung, steigende Strom- und Energiepreise, Pornografie im Internet und Medien, Preiserhöhungen bei Post und SBB sowie öffentliche Gebühren ein. Datenschutz bei neuen Medien bot hingegen kaum Anlass zur Sorge.

Die "Pulsmesser" genannte Umfrage führte das Institut Isopublic zwischen dem 24. November und 8. Dezember unter rund 1000 Schweizerinnen und Schweizern durch.

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