Ein dritter Zerstörer sei in Richtung Pazifik ausgelaufen, wo die Rakete niedergehen soll, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Zuvor hatte Japan wegen der umstrittenen Raketenpläne Nordkoreas seine Luftabwehr in Bereitschaft versetzt. Die Regierung erteilte einen Abschussbefehl für die Rakete, falls diese oder Teile von ihr über japanischem Gebiet niedergingen.

Nach japanischen Angaben ist es jedoch unwahrscheinlich, dass grössere Teile des Flugkörpers den Inselstaat treffen.

Nordkorea hat angekündigt, zwischen dem 4. und 8. April einen Satelliten mit einer mehrstufigen Taepodong-2-Rakete ins All zu schiessen. Südkorea, Japan und die USA vermuten darin aber vielmehr den Test einer Langstreckenrakete und haben scharf protestiert.

Die Rakete könne nicht nur den US-Bundesstaat Alaska, sondern auch Hawaii erreichen, sagte US-Generalstabschef Mike Mullen dem Fernsehsender CNN.

Selbst wenn es sich wie von Nordkorea angegeben tatsächlich um einen Satellitenabschuss handeln sollte, sei die Technik die gleiche wie für eine militärische Trägerrakete. Die USA seien deshalb sehr besorgt über den angekündigten Raketenstart.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang bestreitet die Vorwürfe und droht, jeden Versuch, die gesamte Rakete abzuschiessen, als kriegerischen Akt anzusehen. Für den neuen US-Präsidenten Barack Obama ist der Raketentest die erste Herausforderung im Umgang mit dem abgeschotteten Land.