Ja zum Kredit fürs Gemeindehaus

Mit grosser Mehrheit, bei nur zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen, hat die Gemeindeversammlung von Villigen am Mittwoch einen Kredit von 1,875 Millionen Franken für den Umbau des Gemeindehauses bewilligt.

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Aargauer Zeitung

Louis Probst

«Mit 1,875 Millionen Franken kommt der Umbau des Gemeindehauses zwar etwas teurer zu stehen als seinerzeit beim Projektwettbewerb für den Vorschlag ‹Max› angegeben worden ist», räumte Gemeinderat Markus Bänziger bei der Präsentation der Vorlage ein. «Man kann sich jetzt natürlich fragen, weshalb es mehr Geld braucht. Diese Frage ist aber einfach zu beantworten: Es gibt zusätzlichen Raum im Keller für das Archiv. Zudem wird anstelle der ursprünglich vorgesehenen Blechverkleidung der Fassade Aluminium verwendet.» Markus Bänziger versicherte aber auch, dass man bei der Überarbeitung des Siegerprojektes aus dem Architekturwettbewerb versucht habe, Einsparungen vorzunehmen. Zudem könne eine massive Verbesserung der internen Kommunikation erreicht werden, weil man sich bei der Überarbeitung entschlossen habe, die gesamte Verwaltung im Erdgeschoss unterzubringen.

Gmeind auf einen Blick

Von den 1308 Stimmberechtigten waren 103 an der Gemeindeversammlung anwesend. Genehmigt wurden die Verwaltungsrechnungen; alle Kreditabrechnungen; die Kredite für die Erneuerung von Werkleitungen im Erbslet (610 000 Franken); für die Projektierung der Wiederinstandstellung von Flurwegen (20 000 Franken); für die Verlegung der Abfallsammelstelle (29 500 Franken); für die Instandstellung von Werkleitungen in der Widumstrasse (560 000 Franken) und für die Projektierung der Schulraumplanung (95 000 Franken) sowie die Besoldungen des Gemeinderates.

Kein Gemeindehaus auf Vorrat

Von der Versammlung wurden die Ausführungen von Markus Bänziger offensichtlich mit Wohlgefallen aufgenommen. In der Diskussion wurde aber die Frage nach einer möglichen «weiteren Erweiterung» laut. Gemeindeammann Jakob Baumann konnte aber beruhigen:
«In den nächsten 15 bis 20 Jahren wird kaum eine nochmalige Erweiterung des Gemeindehauses notwendig werden», erklärte er. «Zudem weiss man ja auch noch nicht, was mit der Steuerverwaltung geschehen wird. Allenfalls könnte eine regionale Lösung in Betracht gezogen werden.» Markus Bänziger gab zu bedenken: «Es wäre falsch, jetzt ein Gemeindehaus auf Bedürfnisse hin auszubauen, die vielleicht in zwanzig Jahren kommen könnten - oder auch nicht.» In der Abstimmung wurde der Kredit mit grosser Mehrheit gutgeheissen. Der Beschluss untersteht allerdings - wie alle anderen Beschlüsse - dem fakultativen Referendum.

Opposition gegen Kanalisationsprojekt

Zu reden gab das Kreditbegehren für die Erneuerung der Werkleitungen im Erbslet. Mit diesem Vorhaben soll insbesondere auch dem Problem der Rückstaus in diesem Abschnitt der Kanalisation entgegenwirkt werden. Aus der Versammlung wurde aber nicht bloss kritisiert, dass das Projekt «absolut keine Verbesserung» bringe. Es wurde auch ein Antrag gestellt, das Vorhaben sei zurückzustellen und bis in einem Jahr ein ausgereiftes Projekt vorzulegen. Gemeindeammann Baumann wies aber darauf hin, dass sich das vorliegende Projekt auf die generelle Entwässerungsplanung abstützt. In der Abstimmung blieb der Antrag auf Rückstellung des Projektes mit 19 Ja gegen 30 Nein bei 54 Enthaltungen in der Minderheit. Der Antrag des Gemeinderates wurde mit 42 gegen 20 Stimmen, bei 41 Enthaltungen, angenommen.

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