Frick

IV-Stelle kürzt Teenager mit Hörgerät massiv die Leistungen

Ein grosser Teil der Kosten für ein spezielles Hörgerät wurde jetzt plötzlich den Eltern überwälzt. (Symbolbild)

Ein grosser Teil der Kosten für ein spezielles Hörgerät wurde jetzt plötzlich den Eltern überwälzt. (Symbolbild)

Die Aargauer IV-Stelle hat einem 15-jährigen Teenager aus Frick mit schwersten Hörschädigungen die Leistungen massiv gekürzt. Ein grosser Teil der Kosten für ein spezielles Hörgerät wurde jetzt plötzlich den Eltern überwälzt.

Zuvor hatte die IV noch den gesamten Betrag übernommen. Das schreibt die Zeitung «Sonntag». Jetzt müsse gespart werden, wie die Sachbearbeiterin den Eltern sagte. Das Hörgerät macht es dem Jugendlichen möglich, auch hohe Obertöne und damit zum Beispiel auch Vögel zu hören.
Doch die IV bleibt in mehreren Briefen an die Familie hart: Es könnten jeweils nur «die Kosten einer einfachen- und zweckmässigen Versorgung der entsprechenden Indikationsstufe übernommen werden». Auch Interventionen des Ohrenarztes und des Hörgerätakustikers zeigten keine Wirkung. «Was jetzt passiert, ist für mich ein Bruch in der Logik», sagt Akustiker Christoph Schwob.
Die Hörleistung des 15-Jährige hat sich markant verbessert. Trotzdem übernimmt die IV-Stelle Aargau von den 6255 Franken nur noch exakt 4373 Franken und 95 Rappen. Die Eltern müssen 2356 Franken 45 Rappen selber bezahlen. Dabei ist der Vater seit einem Autounfall selber zum IV-Bezüger geworden.

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