IV-Detektive - wie funktioniert das?

Die IV beschäftigt seit der 5. IV-Revision sogenannte Obersatoren. Ziel ist, «Scheininvalide» zu entlarven und dem IV-Betrug vorzubeugen. Doch wie funktioniert das?

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Detektiv

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Keystone

Claudia Landolt

Jeder fünfte Verdachtsfall sei ein Betrugsfall, sagte BVv-Vizedirektor Alard du Bois-Remond. Und jeder fünfte Betrugsfall wird durch einen Observation aufgedeckt, die fast immer von externen Stellen und spezialisierten Firmen durchgeführt wird. Sie ist «extrem aufwändig und daher nur ultimo ratio», wie Harald Sohns, Sprecher des BVS auf Anfrage von a-z.ch mitteilt. Und offensichtlich nicht die Regel: Zuerst wird jedes Dossier nach einem bestimmten Kriterienraster angeschaut. Gibt es dann Hinweise auf mögliche Verdachtselemente, «schauen wir genauer hin», erklärt Sohns. Zur Erhärtung dieses Verdachts werden dann von der zuständigen IV-Stelle zusätzliche Auskünfte eingeholt, etwa beim Arzt, Arbeitgeber, Steuern oder -in extremis- im sozialen Umfeld.

Erst dann kommt der verdeckte Ermittler zum Einsatz. Laut Sohns seien diese sehr teuer. Und der Aufwand lohnt sich nur, «wenn es um hohe Leistungen geht und jüngere Personen betroffen seien».

Pro Monat gehen zehn bis zwanzig Verdachtsfälle auf rentenbetrug bei der IV Aargau ein. Zurzeit sind laut der «Aargauer Zeitung» 42 Verdachtsfälle hängig. Weil die Vermittler anonym agieren würden, will der Leiter der IV Stelle Aargau, Vinzenz Baur, zum Thema «gar keine Details» bekannt geben. «Dieses Thema wird medial überbewertet», sagte er zu a-z.ch.