Italien

Italienische Regierung will Schwarzarbeit bei Migranten bekämpfen

Migranten werden von Rosarno weggebracht

Migranten werden von Rosarno weggebracht

Nach der «Migrantenrevolte» in der süditalienischen Region Kalabrien will die Regierung nun Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit unter Ausländern ergreifen. kündigte ausgedehnte Kontrollen an, um die Arbeitsverhältnisse in Süditaliens Landwirtschaft zu überprüfen.

Maroni versprach mit Hilfe der Landwirtschaftsverbände eine "massive Aktion zur Bekämpfung der Schwarzarbeit" auf den süditalienischen Feldern, wo Migranten mittels Hungerlöhnen ausgenutzt werden. Gemeinsame Initiativen sind auch mit dem Agrarministerium geplant.

"Wir haben die institutionelle und moralische Pflicht, diese moderne Form des Sklaventums auf den italienischen Feldern auszumerzen", sagte Landwirtschaftsminister Luca Zaia. Laut Gewerkschaften müssen afrikanische Migranten bis zu 15 Stunden arbeiten, um 25 Euro zu bekommen.

Der Handel mit illegalen Immigranten, die auf den Feldern Süditaliens ausgebeutet werden, beschäftigt die italienischen Behörden schon seit Jahren. 40 Prozent von ihnen wohnen in Hütten ohne Strom und Wasser. 30 Prozent von ihnen werden misshandelt. In kaum einem Landwirtschaftunternehmen werden Saisonarbeiter legal angestellt, berichteten italienische Medien.

Bei den dreitägigen Zusammenstössen in Rosarno zwischen Migranten und Einheimischen sind 67 Menschen verletzt worden. Mehr als 1000 afrikanische Wanderarbeiter wurden in Flüchtlingslager in anderen Landesteilen gebracht. Die zurückgebliebenen Notlager wurden abgerissen.

Die Opposition warf der Regierung vor, Fremdenhass zu schüren. Die einzige Lösung sei, allen in Italien arbeitenden Ausländern eine Aufenthaltsgenehmigung zu sichern, damit die Ausnutzung der Migranten ein Ende finden könne, sagte der Generalsekretär der Rifondazione Comunista, Paolo Ferrero.

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