"Wir haben nicht einen Vorfall gefunden, in dem ein israelischer Soldat absichtlich einem unschuldigen Zivilisten Leid zugefügt hätte", sagte Generalleutnant Dan Harel vor Journalisten.

Die israelische Armee habe im Rahmen des Völkerrechts und nach sehr hohen professionellen und moralischen Standards gearbeitet. Menschenrechtsorganisationen stellen die Neutralität der Untersuchung infrage.

Generalleutnant Harel räumte Fehler beim Einsatz ein: So sei eine Bombe auf ein Haus mit 21 Zivilisten fehlgeleitet worden. Zudem sei eine Palästinenserin für eine Selbstmordattentäterin gehalten und getötet worden. Die Frau war unbewaffnet.

Bei der Gaza-Offensive starben nach Angaben der Palästinenser mehr als 1400 Menschen, davon über 900 Zivilisten. Die israelische Armee spricht von knapp 1200 getöteten Palästinensern, von denen die Minderheit Zivilisten gewesen seien. Zehn israelische Soldaten und drei israelische Zivilisten starben.

Israel wird auch der Einsatz von Phosphor-Munition sowie die Zerstörung mehrerer Wohngebiete in dem Küstenstreifen am Mittelmeer vorgeworfen. Generalleutnant Harel erklärte, die Hamas habe ihre Kämpfer in dicht besiedelten Gebieten stationiert und auf Strassen und in Häusern Minen gelegt.

Deshalb sei eine weiträumige Zerstörung unvermeidbar gewesen. Phosphor sei zur Markierung von Zielen eingesetzt worden. Weisser Phosphor führt zu schwersten Verbrennungen.