Dabei geht es um den Bau von 1000 Wohnungen im Ost-Jerusalemer Stadtteil Silwan. Dafür sollen 20 Häuser von Palästinensern abgerissen werden, weil sie aus israelischer Sicht illegal errichtet wurden.

60 weitere vermeintliche Schwarzbauten sollen nachträglich legalisiert werden. Palästinenser argumentieren, es sei nicht möglich, israelische Baugenehmigungen zu erhalten.

Die Palästinenser haben das Bauvorhaben als neuen Versuch Israels verurteilt, seinen Anspruch auf ganz Jerusalem zu unterstreichen. Die Israelis hatten den arabischen Ostteil der Stadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert und ihn annektiert, was international jedoch nicht anerkannt wurde.

Erst im März hatte die israelische Regierung die USA verärgert, als sie während des Besuch von Vizepräsident Joe Biden den Bau von 1600 Wohnungen im Westjordanland verkündete. Der Streit über den Siedlungsbau ist eines der Hindernisse auf dem Weg zum Frieden.