Der Vorschlag sieht vor, dass der Iran bis zum Jahresende 1200 Kilogramm an niedrig angereichertem Uran zur weiteren Aufbereitung nach Russland liefert.

Der Iran bewerte noch "verschiedene Dimensionen des Inhalts des vorgeschlagenen Abkommens", sagte der iranische IAEA-Botschafter, Ali Aschgar Sultanijeh, nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens. Er werde der IAEA die Entscheidung nach seiner Rückkehr nach Wien in der kommenden Woche mitteilen.

IAEA-Chef Mohamed al-Baradei hatte Teheran eine Frist bis zu diesem Freitag um Mitternacht gesetzt. Die Atomwächter bestätigten in einer Erklärung, dass der Iran zusätzliche Bedenkzeit bis "Mitte nächster Woche" angemeldet habe. Al-Baradei hofft demnach weiter auf eine "positive Antwort" aus dem Iran.

Russland hatte als erster Staat über seinen Aussenminister Sergej Lawrow den Vermittlungsvorschlag gebilligt. Wenig später stimmten auch die USA offiziell zu. Frankreich erklärte sich ebenfalls mit dem Vorschlag einverstanden. Der französische Aussenminister Bernard Kouchner bezeichnete während eines Besuchs in der libanesischen Hauptstadt Beirut die aus Teheran kommenden Signale jedoch als "nicht positiv".

Sollten die derzeitigen Verhandlungen scheitern, drohen dem Iran weitere Strafmassnahmen. Die USA und Israel schliessen zudem einen militärischen Angriff auf die iranischen Atomanlagen nicht aus.