Atomstreit

Iran demonstriert im Atomstreit weiterhin Stärke

Mahmud Ahmadinedschad demonstriert weiterhin Stärke

Mahmud Ahmadinedschad demonstriert weiterhin Stärke

Trotz neuer Sanktionsdrohungen demonstriert der Iran im Atomstreit weiterhin Stärke. Das Land habe eine neue Generation von im eigenen Land entwickelten Zentrifugen getestet, gab der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, bekannt.

Salehi äusserte sich nach Berichten amtlicher Medien bei einer Veranstaltung zum jährlichen "Atomtag" im Iran, an der auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad teilnahm. Mit der neuen Generation von Zentrifugen werde es möglich sein, den Urananreicherungsprozess zu beschleunigen, hiess es.

Die Geräte seien sechsmal so leistungsfähig wie die vorangegangenen. "Unser Ziel ist es, die Zahl der Zentrifugen auf 60'000 zu erhöhen", sagte Ahmadinedschad dazu. Salehi hatte im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, die neuen Zentrifugen sollten bis März 2011 betriebsbereit sein.

Die Weltgemeinschaft fürchtet, dass Teheran unter dem Deckmantel der zivilen Nuklearforschung Atomwaffen anstrebt und will dies verhindern. Der Iran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

In New York unternahmen die fünf ständigen Mitglieder des UNO- Sicherheitsrates und Deutschland unterdessen einen Anlauf zu neuen Sanktionen. Eine am Donnerstag gestartete Gesprächsreihe sollte fortgesetzt werden. Nach den UNO-Botschaftern wird zunächst auf Expertenebene beraten.

Während die USA sowie Grossbritannien, Frankreich und Deutschland rasche Sanktionen fordern, hatten Russland und China bis vor kurzem neue Strafmassnahmen gegen den Iran abgelehnt. Inzwischen liegt den sechs Staaten ein Papier vor, das Grundlage für eine Resolution sein könnte. Über den Inhalt wurde aber nichts bekannt.

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