Iran - Atomstreit

Iran bereit zu «neuer Ära» bei Verhandlungen zu Atomprogramm

Irans Präsident Ahmadinedschad (Archiv)

Irans Präsident Ahmadinedschad (Archiv)

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Bereitschaft für weitere internationale Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm seines Landes bekräftigt. Zugleich kündigte er ein Paket neuer Vorschläge zur Beilegung des Atomstreits an.

Im iranischen Fernsehen sagte Ahmadinedschad, der Iran sei bereit "eine neue Ära zu beginnen und sogar die Vergangenheit zu vergessen". Das Land werde es aber keiner Weltmacht gestatten, seiner Entwicklung der Atomenergie irgendwelche Beschränkungen aufzuerlegen.

Die US-Regierung hat offen auf die Vorschläge reagiert. "Wir haben gesagt, dass wir zu einem direkten Dialog mit dem Iran bereit sind", sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, Robert Wood. Wenn Teheran ein neues Paket von Vorschlägen vorlege, "dann schauen wir uns das an".

Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen - USA, Grossbritannien, China, Frankreich, Russland - sowie Deutschland hatten vor kurzem ihre Bereitschaft erklärt, die Atomverhandlungen mit der Iran fortzusetzen. Ein Termin für eine neue Gesprächsrunde wurde aber noch nicht festgelegt.

Nach Ansicht von Beobachtern dürfte der von Ahmadinedschad angekündigte iranische Vorschlagskatalog neben Fragen des umstrittenen Atomprogramms auch die Nahost-Krise enthalten. Von daher sei ein Durchbruch im Atomstreit fraglich, heisst es.

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