Bahnverkehr
Investitionen von über 170 Millionen Franken: Hier will der Bund das Bahnangebot verbessern

Der Bundesrat hat am Mittwoch Ausbauten der Bahninfrastruktur im Umfang von 173,5 Millionen Franken genehmigt. Fast die Hälfte davon fliesst in den Doppelspurausbau zwischen Contone und Locarno im Kanton Tessin.

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Die achte Umsetzungsvereinbarung zwischen Bund und SBB, die der Bundesrat genehmigt hat, umfasst insgesamt neun Projekte. (Symbolbild)

Die achte Umsetzungsvereinbarung zwischen Bund und SBB, die der Bundesrat genehmigt hat, umfasst insgesamt neun Projekte. (Symbolbild)

ENNIO LEANZA

Damit soll das Bahnangebot zwischen Locarno und Lugano verbessert werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Weitere 50 Millionen Franken sind für Investitionen am Bahnhof Lausanne bestimmt. Geplant sind Vorbereitungsarbeiten für den Umbau des Bahnhofs. Unter anderem werden Perrons verlängert und die Zugänge angepasst.

Die Ausbauten sind Teil des Programms "Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur" (ZEB). Die achte Umsetzungsvereinbarung zwischen Bund und SBB, die der Bundesrat genehmigt hat, umfasst insgesamt neun Projekte.

Auch mit der BLS gibt es eine Umsetzungsvereinbarung. Für eine Kreuzungsstation zwischen Wimmis und Spiez im Kanton Bern hat der Bundesrat 9 Millionen Franken freigegeben. Mit dieser neuen Anlage sollen die Anschlüsse aus dem Simmental an den Fernverkehr in Spiez sichergestellt werden.

ZEB ist das Nachfolgeprojekt von Bahn 2000. Mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden 5,4 Milliarden Franken sind inzwischen freigegeben worden.

Die Geschichte des NEAT-Bauprojekts in Bildern:

Vor allem um die stark befahrenen Autostrassen zu entlasten, entschloss der Bund, ein Bahnnetz durch die Alpen zu bauen: Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale, kurz NEAT, war geboren.
20 Bilder
Auch die Landschaft soll geschützt werden, wie das in der Alpeninitiative 1994 gefordert wurde.
Und schliesslich hat das Ganze auch praktische Gründe: Die Zugfahrt nach Mailand verkürzt sich auf weniger als 3 Stunden: Bild der Mailander Scala.
Zürich und Lugano rückten 45 Minuten näher zusammen.
So sieht der Gotthard Basis-Tunnel, der am 1. Juni 2016 eröffnet wurde, von innen aus.
Adolf Ogi war während seiner Zeit als Bundesrat federführend für das NEAT-Projekt...
Er hat viel Werbung gemacht und erhielt 1992 vom Volk die Erlaubnis, Basis-Tunnels durch den Lötschberg und den Gotthard/Ceneri zu bauen.
Die Schweizer sind fasziniert von dem Projekt: Dem NEAT-Projekt wird ein eigenes Museum...
... sowie spezielle Briefmarken gewidmet...
... wie Handarbeit der Bauarbeiter.
... und Werbung bis nach Zürich gemacht.
Lange war das Gebiet eine einzige Baustelle.
Grosse Maschinen kamen dabei genau so zum Zug...
Der zum Projekt gehörige Lötschberg-Basistunnel wurde 2007 eröffnet.
Die Bohrmaschine "Sissi" durchbrach am 15. Oktober 2010 in Sedrun (GR) die Oströhre; die Weströhre folgte am 23. März 2011. Adolf Ogi (links) gratuliert seinem Nachfolger Moritz Leuenberger.
Historischer Moment: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann weiht den neuen Gotthard-Tunnel ein. Links SBB-Chef Andreas Meyer, rechts: Doris Leuthard 1. Juni 2016
Mit dabei waren auch zahlreiche hohe Persönlichkeiten wie der frühere französische Präsident François Hollande und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
Was für ein grosser Moment! Die ersten Züge sind durch den neuen Gotthard-Basistunnel gefahren
Die Eröffnungsshow
Der Ceneri Basis-Tunnel, ein weiteres Projekt der Alpentransversale, soll derweil 2020 fertiggestellt sein.

Vor allem um die stark befahrenen Autostrassen zu entlasten, entschloss der Bund, ein Bahnnetz durch die Alpen zu bauen: Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale, kurz NEAT, war geboren.

Keystone

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