«Investition sprengt den finanziellen Rahmen»

Ein neunköpfiges Referendumskomitee will die Feinplanung des Dorfzentrums an die Urne bringen. In der Gemeinde Fischbach-Göslikon braucht es dafür knapp 200 Unterschriften.

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Aargauer Zeitung

Lukas Schumacher

An der Gemeindeversammlung vor 12 Tagen war die Projektierung fürs geplante Dorfzentrum recht deutlich durchgekommen. Mit 75 Ja gegen 25 Nein fand die Feinplanung des Zentrums (Gemeindehaus, Dorfladen, Alterswohnungen) Zustimmung. Jetzt hat sich unter dem Slogan «Ja zum Gemeindehaus, nein zur Schuldenfalle» ein Referendumskomitee formiert. Dem Komitee gehören neun Personen an: Stefan Trachsler, Alexander Meyer, Andreas Bernhard, Hans Kneubühler, René Schicker, Benno Spuhler, Denise Trachsler, Herbert Wacker und Hans Zurkirchen.

Zu kostspielig

Die beschlossene Projektierung ebne den Weg zu Bau- und Investitionskosten in der Grössenordnung von 10 bis 12 Millionen Franken, hält das Komitee fest. «Ein solcher Betrag sprengt den finanziellen Rahmen unserer Gemeinde. Die Neuverschuldung würde mehr als 6 Millionen Franken betragen und Steuererhöhungen auslösen», wird argumentiert. Zudem benötige der weitreichende Beschluss die Zustimmung einer Mehrheit der Dorfbewohner.

Gemäss Medienmitteilung will sich das Komitee einsetzen «für ein zeitgemässes, finanziell tragbares Gemeindehaus». Es gelte, eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gemeindehauses mit Baukosten von 2 bis 3 Mio. Franken genau zu überprüfen. Notwendige Vereinsräume könne man bei einem Gemeindehausausbau einbeziehen oder allenfalls näher am Bedarfsort Schulhaus/Sportanlagen erstellen.

Nach Auffassung des Referendumskomitees ist die Realisierung des neuen Volg-Dorfladens und der Alterswohnungen nicht Aufgabe der Gemeinde: «Das ist Sache von professionellen privaten Investoren.»

20% der Stimmberechtigten

Per Flugblatt will das Komitee nun das Referendumsbegehren bekannt machen. Damit das Referendum und die angestrebte Urnenabstimmung zustande kommen, braucht es die Unterschrift von 20 Prozent der stimmberechtigten Dorfbewohner. Stimmberechtigt sind 979 Personen. Demnach sind knapp 200 Unterschriften vonnöten.