PNOS
Interview mit Timotheus Winzenried zum Rücktritt

Am Telefon äussert sich der Noch-Stadtrat und stellvertretende Vorsitzende der Pnos vorsichtig zu seinem Rücktritt.

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winzenried

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az Langenthaler Tagblatt

Herr Winzenried, Sie stossen die Politik beiseite und damit ihre Partei vor den Kopf.

Winzenried: Den Entscheid fällte ich erst im November. Unser Vorsitzende Dominic Lüthard war tatsächlich überrascht.

Können Sie sich mit der Pnos nicht mehr identifizieren?

Winzenried: Es liegt weniger daran. Klar waren wir nicht immer derselben Meinung. Aber es gab keinen Bruch. Ich hatte schulische und berufliche Gründe. Wem nützt es, wenn mein Stadtratssitz wegen einer Schulprüfung ständig leer bleibt?

Die Stadtratsarbeit hat Sie überfordert?

Winzenried: Ja schon. Ich hätte nicht gedacht, dass die Ausbildung derart streng wird. In der Berufsschule klappte das ganz gut. Aber seit ich in der Passerelle bin, habe ich zu wenig Zeit. Daneben arbeite ich 80 Prozent. Optimal wären 25 Prozent oder gar nichts gewesen.

Mit 21 Jahren in den Stadtrat - jetzt schon wieder draussen. Sie waren wohl ein wenig naiv.

Winzenried: Schon möglich. Ich habe eigentlich erst in der Lehre angefangen, mich für Politik zu interessieren. Da für mich alles Neuland war, kann ich aber keine Vergleiche ziehen.
Wie empfanden Sie denn das Klima im Parlament?
Winzenried: Es war normal. Um den Hals gefallen sind sie mir natürlich nicht. Das hatte auch mit meinem Vorgänger Tobias Hirschi zu tun.

Sehen wir Sie jemals wieder in der Politik - in den Reihen einer anderen Partei zum Beispiel?

Winzenried: Möglich. Das kann ich jetzt nicht sagen. Erst studiere ich, dann sehen wir weiter. Vom Profil her ist aber etwa die SVP keine Alternative für mich.

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