Autobahn zwischen Wiggertal und Härkingen
«Intensivbauzone» Jurasüdfuss geht weiter

In den Städten am Jurasüdfuss werden seit Jahren Infrastrukturprojekte Schlag auf Schlag realisiert. Und es geht gleich weiter.

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Bahnhof Bellach

Bahnhof Bellach

Schweiz am Sonntag

Nach der Eröffnung der A5 im Jahr 2002 folgte die Westumfahrung Solothurn, die 2008 fertig gestellt wurde. Das ungleich grössere Schwesterprojekt, die Entlastung Region Olten (ERO), befindet sich zurzeit im Bau. Die sechsspurige A1 folgt voraussichtlich ab 2011.

Die Ausfahrt Grenchen der A5 ist bereits teilweise überlastet und gefährlich. Deshalb wird der Anschluss jetzt umgestaltet. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben begonnen. Auch auf der Westumfahrung Solothurn staut sich der Verkehr bisweilen bereits. «Dass die Westumfahrung Solothurn gut ausge-lastet ist, ist jedenfalls der Beweis, dass sie nötig war», kommentiert der Solothurner Kantonsingenieur René Suter.

In Solothurn wurden zusätzlich auch die Rötibrücke neu gebaut und der Bahnhofplatz umgestaltet. Dort kämpft man zurzeit noch mit der Feinjustierung der Ampelphasen. Ein Computer soll diese ab nächstem Jahr noch genauer auf das Verkehrsaufkommen abstimmen. «Wenn allerdings die Fussgänger meinen, die Ampel werde jemals grün, ohne dass sie sich mit dem entsprechenden Knopf anmelden, täuschen sie sich», schmunzelt Suter.

Auch im Schienenverkehr tut sich was. Einmal mehr ist zurzeit der Bahnhof Olten eine Baustelle. Mit Beiträgen aus dem Infrastrukturfonds werden zudem in der Region Solothurn zwei neue Regionalbahnhöfe gebaut: Der Bahnhof Bellach wird nach Osten Richtung Überbauung Grederhof verschoben, Solothurn West erhält eine weitere Haltestelle. Je knapp 17 Mio. Fr. (Preisbasis 2005) kosten die Neubauten, die ab 2011 realisiert werden können, wobei Bundesmittel von insgesamt knapp 7 Mio. Fr. fliessen.

Und schliesslich soll auch der Langsamverkehr auf seine Rechnung kommen. Vom Bund gefördert werden in den Agglomerationen z. B. Radwegprojekte. Insgesamt könnten in den Agglomerationen im Kanton jetzt Bauvorhaben für den Langsamverkehr bis zum Betrag von 7,5 Mio. Fr. gefördert werden. Fast die Hälfte davon würde der Bund zahlen. Gefordert sind jetzt die Gemeinden, welche ihrerseits einen finanziellen Beitrag leisten müssen. (at.)