Walter Christen

Wer im Alter allein lebt, hat es ganz bestimmt nicht immer leicht und kommt sich mitunter recht einsam vor. Und wer darüber hinaus auch noch von der Wohnsituation her ganz auf sich gestellt ist, vielleicht sogar noch ausserhalb seiner gewohnten Umgebung leben muss, ist wahrlich nicht zu beneiden: Kontakte fehlen, das Dorf wird vermisst.

Die meisten Seniorinnen und Senioren nehmen daher mit Erleichterung zur Kenntnis, dass seit einiger Zeit landauf und landab in verschiedenen Gemeinden Bestrebungen im Gang sind, die ältere Garde ins Dorfgeschehen einzubinden, nicht mehr allein auf die Alterszentren zu setzen, sondern für die Betagten Wohnformen in deren geliebter Umgebung zu suchen. Sei es eine Lösung in Form von begleitetem Wohnen, etwa in Oberhof und Wölflinswil in Diskussion, oder - wie in Wittnau - durch den Bau von Alterswohnungen (vgl. Bericht auf dieser Seite).

Der Stiftung für das Alter in Wittnau ist ein Kränzchen zu winden - es können Leute im Dorf bleiben, die sonst vielleicht auf einen Platz in der Fremde angewiesen wären, in einer Altersresidenz. Doch die Integration der Betagten ist wichtig. Das Beispiel Wittnau verdient deshalb besondere Beachtung.

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