Rücktritt
Insider-Infos aus CVP-Kreisen: Nimmt Doris Leuthard bereits nach «No Billag» den Hut?

Die Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard soll bereits im Frühling von ihrem Amt zurücktreten. Dies berichtet die Tageszeitung «Blick» am Freitag und beruft sich dabei auf Insider-Informationen aus den Reihen der CVP.

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Tritt Doris Leuthard als Bundesrätin früher ab als erwartet?

Tritt Doris Leuthard als Bundesrätin früher ab als erwartet?

Keystone

In Bundesbern ist man bis anhin davon ausgegangen, dass Doris Leuthard im Sommer oder Herbst 2018 zurücktritt. Dies, nachdem die CVP-Bundesrätin im August vergangenen Jahres angekündigt hatte, sie befände sich «am Ende ihrer letzten Legislatur».

Laut einem Bericht von «Blick» soll der Rücktritt der Aargauer Politikerin aber bereits im Frühling erfolgen. Aus ihrem Umfeld werde klar signalisiert, dass es nach der «No-Billag»-Abstimmung sehr viel schneller gehen könnte, schreibt die Tageszeitung heute Freitag.

Leuthard wolle die Abstimmung noch gewinnen und dann ihren Hut nehmen. Sollte sie dabei obsiegen, rechnen Insider mit der Rücktrittsankündigung in der dritten Woche der Frühlingssession. «Spätestens im April aber soll es so weit sein», so ein Eingeweihter gegenüber «Blick». (luk)

Die politische Karriere von Doris Leuthard in Bildern:

Kopie von Doris Leuthard: Ihre Karriere (Stand: 31.7.2017)
22 Bilder
Doris Leuthard kandidierte 1999 für den National- und Ständerat. Der damalige CVP-Parteisekretär liess Duschbeutel mit ihrem Gesicht verteilen. Der Slogan «Duschen mit Doris» hat sich bis heute gehalten.
Leuthards Nationalrats-Portrait.
Fünf Jahre nach ihrer Wahl ins Parlament wurde sie 2004 als Nachfolgerin von Philipp Stähelin zur Parteipräsidentin gewählt.
Zwei Jahre später folgte der nächste Blumenstrauss: Sie wurde von der CVP als Bundesratskandidatin und Nachfolgerin für Joseph Deiss vorgeschlagen.
Sie wurde 2006 mit 133 von 234 gültigen Stimmen gewählt.
Seit 2006 ist die Merenschwanderin Mitglied des Bundesrates. Sie steht dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation vor.
Der Bundesrat zur Zeit der Wahl von Leuthard. v.l.n.r.: Moritz Leuenberger, Micheline Calmy-Rey, Pascal Couchepin, Samuel Schmid, Christoph Blocher, Hans-Rudolf Merz, Doris Leuthard und Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz.
2008 erlebte sie auch die Abwahl Christoph Blochers und die daraus resultierende Abspaltung der BDP. Blocher wurde durch Eveline Widmer-Schlumpf ersetzt.
2010 wurde sie zum ersten Mal Bundespräsidentin. Hier steigt sie gerade aus dem Zug in Aarau.
2010: Küsschen für Bundespräsident Doris Leuthard in Paris.
Im selben Jahr hielt sie an der Generalversammlung der UNO eine Rede.
Ebenfalls ein beliebtes Sujet: Die Bundespräsidentin an der Olma – inklusive dem Ferkel.
Während ihrer Amtszeit durchreiste sie die ganze Schweiz: Hier die Bundesratsreise 2013, wo sie sich in Hinwil in einen Schützenpanzer setzte.
Seit 2014 ist ihr Dienstauto ein Tesla.
Am 1. August 2015 trat Leuthard in Bad Zurzach auf. Es blieb ein bitterer Nachgeschmack zurück: Anstatt von 8000 Franken blieb eine Rechnung von 20'000 Franken übrig.
Das Bundesrats-Foto von 2016. Bis auf Leuthard wurde jedes Ratsmitglied seit 2006 ersetzt. v.l.n.r.: Alain Berset, Didier Burkhalter, Doris Leuthard, Johann Schneider-Ammann, Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin, Walter Thurnherr (Bundeskanzler)
Ein grosser Meilenstein in ihrer Karriere: Leuthard an der Eröffnung des NEAT Gotthardbasistunnels im Frühling 2016.
7. Dezember 2016: Doris Leuthard wird nach 2010 zum zweiten Mal zur Bundespräsidentin gewählt. Sie erhält 188 von 207 gültigen Stimmen.
Leuthard besucht im Mai 2017 Papst Franziskus - mit dabei ist auch ihre Mutter.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt Leuthard im Elysée.
Doris Leuthard anlässlich der Bundesratsreise am 6.Juli 2017 in Lenzburg. Am 31. Juli hat sie ihren Rücktritt angekündigt. Ein genaues Datum hat sie an diesem Tag nicht genannt.

Kopie von Doris Leuthard: Ihre Karriere (Stand: 31.7.2017)

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