Die Kosten sind exorbitant: Allein bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) käme es zu administrativen Mehrkosten von bis zu 400 Millionen Franken pro Jahr. Der «Inländervorrang light» nach dem Modell Fluri ist im Grunde genommen gar kein Vorrang für inländische Arbeitskräfte.

Verlangt wird nur, dass die Unternehmen offene Stellen bei den RAV melden. Eine Meldepflicht führt bei den RAV zu erheblichem administrativem Aufwand, wie das SEM nun darlegt: «Eine Stellenanmeldung löst pro Fall einen Bewirtschaftungsaufwand von rund 400 Franken aus.» Entscheidend für die Gesamtkosten ist nun, wie viele Stellen-Mutationen es in einem Jahr gibt.

Das SEM kommt aufgrund einer Beispielrechnung aus dem Jahr 2014 auf die eindrückliche Zahl von 1,078 Millionen Stellenantritten. Bei 400 Franken pro Fall könnte die Meldepflicht also allein bei den RAV zu Mehrkosten von 400 Millionen Franken führen. Für Ständerat Thomas Minder ist klar: «Diese Meldepflicht bringt nichts und kostet enorm viel Geld.

Ein bürokratischer Leerlauf, den wir uns nicht leisten können», sagt er. Dass ausgerechnet die FDP, die für eine liberale Wirtschaftsordnung kämpfen wolle, ein solches «Bürokratie-Monster» schaffen könne, verstehe er nicht.