Im Frühling beschloss der Nationalrat, dass künftig alle Haushalte eine Billag-Gebühr zahlen müssen - dies gegen den Widerstand der SVP, GLP und Teilen der FDP. $

„Das ist aber nicht der Grund. Es geht vielmehr ums Prinzip. Niemand soll gezwungen werden, für etwas zu zahlen, dass er sich nicht leisten will oder kann", sagt Oliver Kessler von der Zürcher JSVP zu «20 Minuten-Online». Störend für ihn sei, dass ein Grossteil der Einnahmen an die SRG geht und somit der Staat bestimmt, was über den Sender läuft, so Kessler.

Die beiden Nationalräte Thomas Hardegger (SP) und Martin Candinas (CVP) äussern sich besorgt über eine drohende Abschaffung. „Nur ein staatlicher Radio- und Fernsehdienst kann ein neutrales und umfassendes Angebot in allen Sprachregionen anbieten und somit den Zusammenhalt der Schweiz sicherstellen", so Hardegger zu «20 Minuten-Online».

Auch Candinas kann der Initiative nichts Gutes abgewinnen: „Die rätoromanischen Regionen hätten keine Chance, Nachrichten in ihrer Sprache zu empfangen. Eine Vielfalt der Medien ist in einem viersprachigen Land wichtiger als die demokratische Meinungsbildung."

Noch prüft die Bundeskanzlei die Initiative. So richtig mit dem Unterschriften-Sammeln loslegen, wollen die Jungparteien im Mai. (cfi)