«Initianten ist es bitterernst»

Victor Gähwiler, Gemeindepräsident von Uitikon, steht dem Antrag passiv und abwartend gegenüber.

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Herr Gähwiler, in den Quartieren Sternen, Haslen, Stöcken werden zurzeit Unterschriften gesammelt für einen Übertritt zur Gemeinde Uitikon. Was halten Sie von diesem Vorhaben?
Victor Gähwiler: Wir stehen diesem Ansinnen völlig passiv und abwartend gegenüber.

Sie trafen sich im Vorfeld mit den Initiantinnen und Initianten. Was haben Sie dazu gesagt, als sie Ihnen dieses Anliegen präsentierten?
Gähwiler: Das Treffen fand im Rahmen meiner Sprechstunde als Gemeindepräsident statt. Die Initianten hatten sich angemeldet. Ich sagte ihnen, dass sich Uitikon in dieser Frage völlig neutral verhalten werde. Sollte es so weit kommen, dass der Birmensdorfer Gemeinderat das Quartier beauftragen würde, mit Uitikon Kontakt aufzunehmen, so würden wir ein entsprechendes Gesuch wohlwollend prüfen.

Gibt es auch Gesichtspunkte, unter denen ein Anschluss dieser Quartiere für Uitikon interessant sein könnte?
Gähwiler: Ich denke, wir könnten ein Wachstum von 1400 bis 1600 Personen schaffen, bei verhältnismässigem Wachstum der Verwaltung versteht sich. Aber es muss ja nicht gleich ein Zusammenschluss sein. Uitikon wird in nächster Zeit auf der anderen Seite der Zürcherstrasse stark wachsen. Da könnte sich beispielsweise eine gemeinsame Postautohaltestelle anbieten.

Welchen Eindruck gewannen Sie von den Initianten?
Gähwiler: Ich hatte den Eindruck, dass es ihnen mit ihrem Vorhaben bitterernst ist und dass es nicht so sehr die Steuerprozente sind, die sie nach Uitikon ziehen. Ihnen geht es darum, von den Behörden ernst genommen zu werden. Denn das muss man schon sehen: Die Quartiere hier oben fristen manchmal schon ein bisschen ein Aussenseiterdasein. (ske)

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