"Ich bekenne mich uneingeschränkt dazu, gemeinsam mit Euch vorwärts zu gehen und zusammen eine neue und bessere Zukunft zu gestalten", erklärte er auf einer Konferenz der mehr als 560 offiziell anerkannten Indianerstämmen in Washington.

In einem ersten Schritt unterschrieb Obama ein Memorandum, in dem jedes Kabinettsmitglied angewiesen wird, innert drei Monaten Wege für eine bessere Kommunikation zwischen Stämmen und Regierung vorzuschlagen. Überdies ernannte der Präsident eine Cherokee-Indianerin als Beraterin im Weissen Haus, um die künftige Ureinwohner-Politik mitzugestalten.

"Ich will, dass dieses Verhältnis in Ordnung kommt", sagte Obama. Die Indianer müssten zu "vollwertigen Partnern" in der US-Wirtschaft werden, damit auch ihre Kinder und Enkel den amerikanischen Traum verwirklichen könnten.

Immer wieder seien Verträge und Versprechen gebrochen worden, räumte Obama ein. "Es ist eine Geschichte, die von Gewalt, Krankheit und Raub geprägt ist", sagte er. Dies müsse einmal festgehalten werden, wolle man gemeinsam Fortschritte erzählen, betonte er.

Der Präsident malte ein düsteres Bild der sozialen Verhältnisse der Ureinwohner: In manchen Reservaten betrage die Arbeitslosigkeit 80 Prozent, ein Viertel aller Indianer lebe in Armut.

Auf Seiten der Ureinwohner hat der Regierungswechsel in Washington Hoffnung auf ein besseres Verhältnis zu Washington keimen lassen. "Ich bin beeindruckt, dass Präsident Obama die Hand ausstreckt", sagte Janice Rowe-Kurak vom Stamm der Iowa der "New York Times". Sie hoffe, dass nun ein echter Dialog zustande komme.