Würenlos
In Würenlos ist wenig Platz für Goals

Die Würenloser planen seit 20 Jahren erfolglos eine neue Sportanlage. «Der Bedarf nach Fussballplätzen ist die einzig sichere Erkenntnis», sagt der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber. Doch wo die Anlage für die Ballsportvereine gebaut wird, ist absolut offen.

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Sportplatz in Würenlos

Sportplatz in Würenlos

Aargauer Zeitung
Sportplatz in Dänikon

Sportplatz in Dänikon

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Dieter Minder

«Wir haben heute zwei Optionen», sagt Gemeindeammann Reber. «Beide liegen im Tägerhard, eine auf dem eigenen Gemeindegebiet, die andere in Wettingen.» Der Gemeinderat favorisiert als neuen Standort das Tägerhard Würenlos. Die Fussballfelder könnten im Rahmen einer grösseren Umgestaltung des Areals hinter der Huba Control AG realisiert werden. Der Reitverein will seine bestehende Reithalle durch eine neue ersetzen. Damit könnte die Gemeinde auch den seit längerem gewünschten Werkhof erstellen. «Auf der ehemaligen Kiesgrube könnten wir dann die Fussballfelder anlegen.» Hochbauten sind darauf aus statischen Gründen nicht erlaubt. Die Infrastruktur, wie Garderoben und Duschen, könnten für beide Sportanlagen gemeinsam eingerichtet werden.

Lieber nicht aufs Tägi warten

Die Gemeinde Wettingen beabsichtigt ihr Sport-, Kongress- und Messezentrum Tägi auszubauen. Momentan läuft ein Wettbewerbsverfahren. Im Rahmen der Machbarkeit sind Fussballfelder östlich der Hundewiese vorgesehen. Daran könnte sich Würenlos beteiligen. Bis im Tägi etwas realisiert wird, dürfte es aber zu lange dauern. «Wir brauchen für den FC schnell eine Lösung», sagt Reber.

Dänikon eher nicht

Weniger bedeutend ist für die Würenloser Behörden die Variante Dänikon. Zwar trainieren Jugendteams des FC Würenlos auf der dortigen Schulsportanlage, doch der Gemeinderat favorisiert eine zentrale, grössere Sportanlage: «Wir wollen uns nicht in mehreren Orten der Region an Sportplätzen beteiligen.» Wie gross die Nachfrage nach Fussballfeldern in Dänikon ist, soll im Laufe des Jahres abgeklärt werden. «Die Gemeinde beabsichtigt eine Umfrage durchzuführen», sagt Gemeindeschreiber Lukas Kalberer. Je nach deren Ausgang wird in der Gemeinde weiter geplant oder darauf verzichtet. Der Würenloser Gemeinderat hat Kontakt mit den Däniker Behörden. Was daraus wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Lange Leidensgeschichte

Seit Jahren plant die Gemeinde Würenlos eine moderne Sportanlage für ihre Schule und die Vereine. Fündig wurde man im Ländli, in direkter Nachbarschaft zur Schulanlage, zur bestehenden offenen Sportanlage Ländli und zur Mehrzweckhalle. Dieses Projekt ist, trotz nationaler Unterstützung, gescheitert. Bis vors Bundesgericht haben einzelne Nachbarn gegen den Sportplatz gekämpft und schliesslich Recht bekommen. Darauf hat die Gemeinde die weitere Planung schubladisiert.

Auf dem ursprünglich für den Fussball vorgesehenen Areal Ländli will der Gemeinderat die bestehende Turnanlage erweitern. «Wir müssen dort Ersatz für die bestehende Turnanlage schaffen», sagt Reber. «Denn auf dieser soll ein dringend benötigtes Schulhaus gebaut werden.»

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