Bundesratsreisli
In Widmer-Schlumpfs Heimat ist der Bundesrat auf den Hund gekommen

Der Bundesrat hat am Freitag im bündnerischen Prättigau seine traditionelle zweitägige Gemeinschaftsreise abgeschlossen. Der Ausflug war geprägt von vielen Begegnungen mit der Bünder Bevölkerung und auch mit Hunden.

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Der Bundesrat ist in Graubünden auf den Hund gekommen
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Bundesrat Didier Burkhalter im Gespräch mit der Bevölkerung von St. Antoenien.
Bundesrat Ueli Maurer im Gespräch mit Einheimischen in St. Antoenien.
Bundespraesidentin Eveline Widmer-Schlumpf versucht sich als Bernhardiner-Hunde-Fuehrerin, beobachtet vom Bundesrats-Gremium in St. Antoenien
Leuthard als Hundefreundin, zumsammen mit den Bernhardinder-Hunden Emma und Sophie.
Gesamtbundesrat mit Hunden ins St. Antoenien.
Die Bevölkerung von St. Antoenien (GR) wartet am Dorfeingang auf die Ankunft des Bundesrates.

Der Bundesrat ist in Graubünden auf den Hund gekommen

Keystone

Die Reiseroute durch ihren Heimatkanton hatte Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zusammengestellt. Sie führte ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Bundeskanzlerin Corina Casanova, ebenfalls eine Bündnerin, in alle drei Sprachregionen des Bergkantons. Nur am ersten Tag dabei war Justizministerin Simonetta Sommaruga, die am Freitag an einem Begräbnis teilnahm.

Der Jahresausflug führte am Donnerstag ins italienischsprachige Bergell und ins rätoromanische Unterengadin - beides abgelegene Regionen in der Nähe der Landesgrenzen. Am Freitag reiste der Bundesrat ins deutschsprachige Prättigau bis nach St. Antönien, einem kleinen Bergdorf in einem Seitental an der Grenze zu Österreich.

Besuch bei Solaranlage

Dort schaute sich die Regierung das Vorzeigeprojekt des Dorfes an: die ersten Pannels einer Solaranlage, die auf Lawinenverbauungen montiert werden. Entstehen soll das grösste Solarkraftwerk der Schweiz.

«Mit unserem Besuch wollen wir die Randregionen spüren lassen, dass wir für ihren Beitrag zur Schweiz dankbar sind», sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei einem kurzen Treffen mit den Medien am Freitag. «Und wir wollen ihnen signalisieren, dass wir sie nicht vergessen werden», sagte der Volkswirtschaftsminister. In St. Antönien kam der Bundesrat dann auch auf die Hunde. Zumindest kam es zum Zusammentreffen mit den beiden Bernhardiner-Weibchen Sophie und Emma. Dies wollten dem hohen Gremium allerdings nicht folgen, zumindest Bundespräsidentin Widmer-Schlumpf wurde mehr gezogen als dass sie die Hunde zog.

Begegnungen mit der Bergbevölkerung

Höhepunkte der Reise waren für die Bundesrätinnen und Bundesräte ihren Aussagen zufolge die vielen kurzen Begegnungen mit Einheimischen und die zwei stimmungsvollen Apéros mit der Bevölkerung auf dem Dorfplatz von Scuol im Unterengadin und in einer Schulmensa in Schiers im Prättigau.

Das Zusammentreffen in Scuol wurde am Donnerstag nach einer knappen Stunde von einem Platzregen jäh beendet.

«Was von solchen Reisen zurückbleibt, ist immer sehr menschlich», sagte Bundesrat Didier Burkhalter zur Nachrichtenagentur sda. Die Reise sei für den Bundesrat wichtig, um zu erfahren, was die Menschen denken.

«Sehr speziell ist, dass die Leute während der Reise problemlos auf uns zugehen können», sagte Bundesrätin Doris Leuthard. Es sei sensationell, dass das in der Schweiz möglich sei.

Eine Premiere war die Kommunikation der Bundeskanzlei über den Verlauf des sommerlichen Ausflugs. Bundesratssprecher André Simonazzi berichtete laufend über Twitter in allen vier Landessprachen. Der Ausflug war der erste Grossanlass, von dem es Tweets des Bundesratssprechers gab. Simonazzi eröffnete sein Twitter- Account @BR_Sprecher erst vor zwei Wochen. (sda)

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