Freiheitsentzug

In Schweizer Strafanstalten bleibt Insassenbestand stabil

Untersuchungsgefängniss La Farera

Untersuchungsgefängniss La Farera

Die Zahl der Insassen von Schweizer Strafanstalten hat 2008 um ein Prozent zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr gab es zwar weniger Häftlinge im Vollzug, dafür aber mehr Untersuchungshäftlinge.

Auch die Zahl der Ausländer in Ausschaffungshaft ging zurück. Wie aus den neuesten Erhebung zum Freiheitsentzug des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht, befanden sich am 3. September 2008 in der Schweiz 5780 Personen im Freiheitsentzug.

Das sind 1 Prozent mehr als im Vorjahr, jedoch 6 Prozent weniger als 2005. Rund ein Drittel aller Inhaftierten befanden sich in Untersuchungshaft. Dieser Bestand hat sich um 8 Prozent erhöht. Dagegen ging der Insassenbestand im Straf- und Massnahmenvollzug um 5 Prozent auf 3420 Personen zurück.

Unverändert bei 403 blieb die Zahl der wegen einer Zwangsmassnahme nach Ausländergesetz Inhaftierten. Mit 77 Insassen auf 100 000 Personen der Wohnbevölkerung lag die Insassenrate der Schweiz im unteren Drittel der westeuropäischen Ländern.

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