In Pakistans Swat-Tal wird die Scharia eingeführt

Swat-Tal erhält das Scharia-Recht

Swat-Tal erhält das Scharia-Recht

Im Nordwesten Pakistans wird auf Druck islamischer Extremisten das Scharia-Recht eingeführt. Die örtliche Provinzregierung teilte in Peshawar mit, für das umkämpfte Swat-Tal ein entsprechendes Abkommen mit Islamisten geschlossen zu haben.

Die Vereinbarung gilt demnach für den Bezirk Malakand, in dem auch das Swat-Tal liegt. Alle Gesetze, die im Gegensatz zum Koran und der Lehre des Propheten Mohammed stünden, seien null und nichtig, sagte der Informationsminister der Region, Mian Iftikhar Hussain.

In der betroffenen Region leben rund drei Millionen Menschen. Ein ranghoher Vertreter des regionalen Islamisten-Führers Soofi Mohammad, der das Abkommen ausgehandelt hatte, kündigte ein Ende der Gewalt an. Sobald die Scharia eingeführt sei, sollten die Kämpfer ihre Waffen niederlegen, sagte er.

Das Swat-Tal war einst ein beliebtes Erholungsziel für pakistanische Stadtbewohner, dort befindet sich das einzige Skigebiet des Landes. Im Herbst 2007 übernahmen Islamisten um den Geistlichen Maulana Fazlullah die Kontrolle über den Landstrich.

Die USA, die NATO und Afghanistan hatten in der Vergangenheit ähnliche Abkommen pakistanischer Regierungsstellen mit radikalen Islamisten scharf kritisiert.

Durch eine vermutlich von der US-Armee abgefeuerte Rakete im Norwesten Pakistans wurden mindestens 26 Menschen getötet. Die meisten Opfer seien Taliban-Kommandanten, teilten lokale Sicherheitskräfte mit.

Auch in Afghanistan hielten die Kampfhandlungen an. Dabei wurden nach Angaben von Militärs und Behörden ein Soldat der Internationalen Schutztruppe ISAF, drei afghanische Strassenarbeiter sowie mindestens 17 Taliban-Kämpfer getötet.

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