In Hellikon sind nicht alle für die Fusion

Ob die neue Feuerwehr Wabrig nur mit dem Feuerwehrlokal Hellikon arbeiten kann oder ob doch noch weitere Standorte nötig sind, wurde an der Informationsveranstaltung in Hellikon angeregt diskutiert. (Bild: lbr)

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Ob die neue Feuerwehr Wabrig nur mit dem Feuerwehrlokal Hellikon arbeiten kann oder ob doch noch weitere Standorte nötig sind, wurde an der Informationsveranstaltung in Hellikon angeregt diskutiert. (Bild: lbr)

In Hellikon ist der Entscheid zur Fusion der Feuerwehr mit Zuzgen und Wegenstetten noch lange nicht gefallen. Vor allem aus Kreisen der Feuerwehr Hellikon wird Skepsis geäussert.

Lilly-Anne Brugger

«Die Fusion ist übereilt und nicht durchdacht», sagte Kurt Hasler, ehemaliger Feuerwehrkommandant von Hellikon an der Informationsveranstaltung in Hellikon zur Feuerwehrfusion. Er sei nicht grundsätzlich gegen die Fusion, erklärte er später, kritisiert aber, dass an der Gemeindeversammlung nicht über ein ausgearbeitetes Projekt abgestimmt werde. Vor allem befürchtet er, dass sich nach der Fusion immer wieder neue Kosten, wie beispielsweise die Anschaffung von weiteren Fahrzeugen, aufdrängen werden. Ausserdem ist Hasler der Meinung, dass das Feuerwehrmagazin von Hellikon nicht den Vorschriften der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) entspricht und deshalb das Material in zwei Magazinen eingelagert werden muss.

Gemeindeamman Josef Schlienger wies bei seiner Präsentation auf die Tatsache hin, dass Hellikon bei einem Nein zur Fusion vom AGV nicht mehr die vollen Subventionen ausbezahlt erhalten würde. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Gemeinde in den nächsten Jahren von Bund und Kanton diverse Aufgaben übernehmen muss, die ebenfalls Geld kosten werden. Deshalb sei es nötig, jetzt zu fusionieren und damit Geld zu sparen, sagte er. In einem Rechenbeispiel zeigte Schlienger, dass Hellikon bei einer Feuerwehrfusion Einsparungen von rund 20 000 Franken machen könnte.

Hellikon ist die einzige der drei Fusionsgemeinden, die eine Infoveranstaltung durchführte. Ziel der Veranstaltung sei, die Bevölkerung aus erster Hand zu informieren und Fragen zu beantworten, erklärte Gemeindeammann Schlienger. Die für die Feuerwehr zuständigen Gemeinderäte von Wegenstetten und Zuzgen erklärten, dass in ihren Gemeinden eine Informationsveranstaltung nicht nötig sei, weil die Bevölkerung der Fusion positiv gegenüber stehe.

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